Stefan Bradl schafft es am Freitag auf dem Sachsenring nicht in die Top 10. Er testet viele Teile, will sich daher am Samstag mehr aufs Rennen fokussieren.

Stefan Bradl beendet den Trainingsfreitag auf dem Sachsenring auf dem 14. Gesamtrang. Der Deutsche ist zwar nicht als Wildcard-Starter sondern Ersatzpilot für Jorge Lorenzo mit dem Honda-Team in Deutschland im Einsatz, dennoch musste er in den beiden Trainings viel Testarbeit verrichten. Ein direkter Q2-Einzug ist sein Ziel am Samstag.

„Natürlich bin ich weiterhin der Testfahrer“, weiß Bradl am Freitagabend angesprochen auf seine Doppelrolle. „Ich bin kein Stammfahrer und ersetze Jorge hier. Es ist gut, dass ich diese Zeit von HRC bekomme, um das Bike für die Zukunft weiterzuentwickeln und ein paar Dinge auszuprobieren.“

Bradl hat am Freitag ein straffes Programm abgespult, insgesamt ist er 47 Runden gefahren. „Ich will aber auch bereit sein und das Rennwochenende vorbereiten.“ Es ist also eine Kombination aus Test- und Einsatzarbeit. Wobei er die meiste Arbeit am Bike am Freitag geschafft hat.

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Daher hofft Bradl, „dass ich mich jetzt mehr auf das Rennen fokussieren kann“. Am Nachmittag ist er vier Versuche gefahren, davon drei auf dem harten Reifen. Er schaffte vier Runden im niedrigen 1:22er-Bereich, Marc Marquez im Vergleich dazu zwölf Runden im 1:21er-Bereich. Im letzten Versuch steckte er auf Medium-Soft um und fuhr seine schnellste Runde, eine 1:21.693 Minuten.

Er konnte sich im Vergleich zum Vormittag um über eine Sekunde steigern. Auf die Spitzenzeit von Teamkollege Marquez fehlte knapp eine Sekunde. Die Top 10 verpasste Bradl knapp, auf Valentino Rossi fehlten nur eineinhalb Zehntelsekunden.

In seiner Medienrunde merkt er an, dass er sich konkurrenzfähiger fühle als in der Vergangenheit. „Das hängt mit vielen Dingen zusammen“, erklärt er und zählt auf: „Das Team ist stärker, wir haben eine viel bessere Zusammenarbeit. Das Team weiß, wenn ich Änderungen am Bike will.“

„Mein Fahren habe ich verbessert“

Das Teamwork gestalte sich insgesamt „effizienter“, was Bradl auf der RC213V mehr Selbstvertrauen gibt. „Das ist ein normaler Erfahrungsprozess mit dem Bike und HRC. Das ist der Hauptgrund. Auch mein Fahren habe ich verbessert.“

Geholfen hat auch seine lockere Herangehensweise an das Wochenende. Er wusste, dass er vor allem im ersten Training einige Teile zum Testen bekommen würde. „Der Sachsenring ist schon ein wenig speziell. Das ist auch keine Teststrecke“, schmunzelt er.

„Dennoch muss man stark und konkurrenzfähig auf jeder Rennstrecke sein.“ Mit seinem Fortschritt über die Sessions am Freitag ist er zufrieden. „Ich bin ohne Druck in die Sessions gegangen, einfach um meinen Job zu erledigen. Ich wusste, dass ich guten Speed habe.“

Mit seiner Arbeit am Freitag und dem Abstand zur Spitze ist er glücklich. „Ich bin nicht weit weg von den Top 10. Vielleicht kann ich noch direkt in das Q2 kommen.“ Dafür müsste er sich am Samstagvormittag noch um vier Plätze steigern.

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