Nach zwei vierten Plätzen will Alex Rins mit Suzuki in Assen wieder zurück auf das Podium. Er erwartet jedoch wie Teamkollege Joan Mir einen engen Kampf.

Zweimal in Folge schrammte Suzuki-Pilot Alex Rins in den vergangenen beiden MotoGP-Rennen am Podium vorbei. Zuletzt bei seinem Heim-Grand-Prix in Barcelona. „Als ich an zweiter Position lag, habe ich natürlich versucht, wegzufahren. Aber es war schwierig. Vielleicht lag es an den heißen Bedingungen“, blickt der Spanier zurück. Er hatte lange auf einem Podestplatz gelegen, fiel dann aber zurück.

„Wir hatten Probleme – auch beim Überholen der Ducati-Bikes. Der Reifendruck war hoch, das Motorrad ist nur noch geschwommen. Aber wie auch immer, ich konnte einen Beinahe-Crash abfangen und wichtige Punkte nach Hause bringen. Darauf kommt es an“, zieht Rins dennoch ein positives Fazit. Denn dass er nach seinem Rodeo-Ritt in Kurve 1 überhaupt noch ins Ziel kam, war nicht selbstverständlich.

In Assen beim Niederlande-GP will der Suzuki-Pilot es wieder auf das Podium schaffen. Vor einem Jahr gelang ihm das noch mit einem starken zweiten Platz, seinem bis dahin besten MotoGP-Ergebnis. „Es sieht so aus, als würde diese Strecke unserem Motorrad liegen“, sagt er vor dem Rennwochenende auf dem TT Circuit. „Das gilt aber auch für Yamaha. Wie man im vergangenen Jahr gesehen hat, gab es eine große Gruppe an der Spitze.“

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Alex Rins freut sich aufs Überholen in Assen

Doch dass gerade dann mit Rins und der Suzuki zu rechnen ist, hat er in dieser Saison bereits unter Beweis gestellt. Nicht umsonst sind an fast jedem Wochenende neidische Kommentare der Konkurrenz in Bezug auf das Kurvenhandling der GSX-RR zu hören. „Wir werden unser Bestes geben. Ich genieße die Strecke sehr, vor allem die Überholmanöver in den schnellen Kurven. Darauf freue ich mich“, so Rins.

Sein Teamkollege Joan Mir fuhr beim Großen Preis von Katalonien mit Platz sechs sein bestes Saisonergebnis als MotoGP-Rookie ein. Er glaubt, dass er den Aufwärtstrend fortsetzen kann. Auch wenn er in Barcelona vom Vierfach-Sturz an der Spitze profitierte. „Wir müssen fair mit uns selbst sein. Natürlich weiß ich, dass Dovizioso in den Rennen immer sehr stark ist und wahrscheinlich vor mir gelandet wäre“, gibt Mir zu.

„Bei Lorenzo bin ich mir nicht so sicher. Valentino ist immer da. Und was Maverick angeht, weiß ich auch nicht so recht. Mit etwas Glück wären wir vielleicht Siebenter geworden oder sogar besser. Mein Problem war, an Miller vorbeizukommen. Mit ein paar mehr Fahrern im Geschehen wäre das womöglich leichter gewesen. In jedem Fall denke ich, dass wir uns diesen sechsten Platz wirklich verdient haben.“

Joan Mir mit mehr Selbstvertrauen nach Barcelona

Wie stehen die Chancen, das in Assen zu wiederholen? Hier ist Mir auf einem MotoGP-Bike noch nie fahren. Er weiß, dass das Layout gut zur Suzuki passt, „aber das Feld liegt hier oft eng zusammen“, weiß der Spanier. Er ergänzt: „Es wird also schwierig, jede Session in den Top 10 zu beenden. Das gilt allerdings für alle. Wir werden versuchen, von Anfang an schnell zu sein, und uns Session für Session zu steigern.“

Mut schöpft er dabei auch aus dem jüngsten Test: „Ich denke, wir sind in einer guten Verfassung. Der Test in Barcelona war gut. Mir ist bei der Pace ein weiterer kleiner Schritt nach vorn gelungen. Ich bin zuversichtlich, denn es sieht so aus, als würden wir auch bei den Ergebnissen endlich dort stehen, wo wir hinwollen. Mein Gefühl mit dem Motorrad ist im Vergleich zu den vorherigen Rennen besser geworden.“

Das Rennen des Vorjahres hat sich der Rookie ganz genau angeschaut. „Es sah aus wie in der Moto3. Wenn sich das wiederholen sollte, werde ich auf jeden Fall schnell sein“, scherzt der Moto3-Weltmeister von 2017. „Rennen in einer Gruppe machen immer mehr Spaß, aber man weiß nicht, was passieren wird. In diesem Jahr ist das Niveau sehr hoch. Wenn schon das letzte Rennen hier eng war, wird es wohl noch enger sein.“

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