Suzuki-Pilot Alex Rins verspielte eine mögliche erste Reihe in Barcelona, weil er im Qualifying stürzte – Für das Rennen kann er sich dennoch gute Chancen ausrechnen

Nach seiner starken Performance im dritten und vierten Freien Training galt Suzuki-Pilot Alex Rins für das Qualifying zum Großen Preis von Katalonien als Kandidat auf die erste Startreihe oder sogar Pole. Und tatsächlich befand sich der Spanier im Schlussspurt auf einer starken Runde, konnte diese nach einem Sturz aber nicht zu Ende bringen.

„Ich bin ein wenig enttäuscht, weil wir im Qualifying einen kleinen Crash hatten“, sagt Rins. „Vielleicht hätte ich es in die erste Reihe geschafft, vielleicht in die zweite Reihe, aber trotzdem war der Rhythmus nicht so schlecht. Ich denke, im Vergleich zu den anderen Jungs mit Fabio, eventuell Marquez, sind wir mehr oder weniger dabei.“

Das Qualifying der MotoGP: Gran Premi Monster Energy de Catalunya

Hätte der Suzuki-Fahrer im Qualifying seine Bestzeit auf dem dritten Training am Morgen wiederholen können, wäre er auf Startplatz drei hinter Pole-Setter Fabio Quartararo und Honda-Pilot Marc Marquez gelandet. So reichte es am Ende nur für den achten Platz, doch auch von dort sollte für Rins im Rennen einiges möglich sein.

Alex Rins sieht Grip-Problem nicht kritisch

Seine Rennpace sah nicht allzu schlecht aus. Zudem hat sich die Suzuki als reifenschonendes Motorrad erwiesen, das könnte Rins gerade auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya mit seinem aggressiven Asphalt zugutekommen. Während fast alle anderen Fahrer über den schlechten Grip klagen, hat Rins damit kein Problem.

„Das Grip-Niveau war nicht so schlecht“, urteilt der Spanier und sieht eine Steigerung zu gestern: „Am Morgen war es sehr gut, am Nachmittag auch in Ordnung. Aber im Moment der maximalen Schräglage, wenn du versuchst, eine gute Traktion zu finden, um das Bike aufzustellen und zu beschleunigen, fängt es an zu rutschen.“

Dennoch ängstigen Rins die niedrigen Gripverhältnisse nicht: „Unser Motorrad läuft gut bei hohen Temperaturen und auch wenn es kühler ist. Wir sind gut aufgestellt.“ Einziges Manko ist der Topspeed-Nachteil, den die GSX-RR im Vergleich zur Konkurrenz hat und der sich zuletzt in Mugello auf der langen Geraden bemerkbar machte.

Joan Mir bereut Reifenwahl im Qualifying

Nun hat auch Barcelona einige Geraden im Layout. Ist das ein Nachteil? Rins zieht einen Vergleich zu Katar: „Dort kommst du im zweiten Gang aus der Kurve und fährst auf eine sehr lange Gerade. Hier ist die Gerade auch lang, aber du kommst aus einer schnellen Kurve. Es ist also komplett anders. Auch einfacher als in Mugello.“

Dort wurde sein Teamkollege Joan Mir vor zwei Wochen von Valentino Rossi (Yamaha) abgeräumt. Diesmal will er die Zielflagge sehen und ist zuversichtlich, ein gutes Ergebnis erzielen zu können. „Unser Potenzial ist ziemlich hoch. Ich konnte im FT4 eine gute Pace finden und verstehen, wie ich den Hinterreifen nicht überhitze“, so Mir.

In Q1 kämpfte er sich als Zweitschnellster in die nächste Runde, kam dann allerdings nicht über Platz elf hinaus. Mir führt das auf den Reifen zurück: „Unser einziger Fehler war heute, dass wir am Ende auf den mittelharten Hinterreifen gesetzt haben, das war nicht die richtige Wahl. Wir hätten die weiche Mischung nehmen sollen.“

Für das Rennen glaubt der Spanier, dass entscheidend sein wird, die Reifen bestmöglich zu schonen. „Ich denke, das wird für alle kritisch. Aber wir sind darin nicht so schlecht“, weiß Mir. „Ich habe an der Gasannahme und all diesen Dingen gearbeitet und denke, dass sich das gegen Ende des Rennens auszahlen wird.“

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