MotoGP-Weltmeister Marc Marquez kann seine Sturzrate im Vergleich zum Vorjahr senken. Niedrige Werte für zwei Rookies. Ein Markenwechsler führt die Statistik an.

Die ersten neun MotoGP-Rennen 2019 haben viel Action und Spektakel geboten, aber es gab auch zahlreiche Stürze. Wenn man die Trainings, Qualifyings und Rennen aller Klassen addiert, sind laut Dorna-Statistik 494 Stürze passiert. 125 davon entfallen auf die Königsklasse MotoGP.

Mit insgesamt 90 gezählten Stürzen gab es auf dem Bugatti-Circuit in Le Mans die meisten Zwischenfälle. Eine große Rolle hatte dafür das wechselhafte Mai-Wetter in Frankreich gespielt. Mit 40 Zwischenfällen ist im sommerlich warmen Mugello (Italien) am wenigsten passiert.

Der Sturzkönig der vergangenen Jahre war Marc Marquez. In der gesamten Saison 2017 lag der Weltmeister 27 Mal auf der Nase. Im vergangenen Jahr waren es 23 Mal. Aktuell befindet sich Marquez bei sechs Stürzen. Das ist eine deutlich bessere Rate als 2018, denn zum gleichen Zeitpunkt war Marquez damals schon elfmal von seiner Honda gepurzelt.

Johann Zarco bisher der Bruchpilot

Die aktuelle Sturzstatistik führt nach neun Rennen Johann Zarco an. Elfmal ist er schon zu Boden gegangen. Diese Zahl untermauert auch, wie schwer sich der Franzose bei der Umstellung auf die KTM tut. Denn im Vorjahr war Zarco mit der Yamaha in der gesamten Saison nur neunmal gestürzt. Diesen Wert hat er jetzt schon überboten und es warten noch zehn Rennwochenenden.

Einen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls negativen Wert hat Jack Miller (Pramac-Ducati). Nach dem Sachsenring 2018 standen neben seinem Namen fünf Stürze. Aktuell sind es schon zehn, also doppelt so viele. Das Pramac-Team musste generell viele Schäden reparieren, denn Millers Teamkollege Francesco Bagnaia hat es auch schon achtmal erwischt, wobei der Italiener ein Rookie ist.

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Niedrige Werte für die Rookies Oliveira und Quartararo

Apropos Neulinge. Suzuki-Werksfahrer Joan Mir hat einen Sturz mehr auf dem Konto als Bagnaia, während Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) und Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) besonders positiv auffallen. Oliveira stürzte bisher erst dreimal und Quartararo überhaupt erst zweimal. Das sind Werte, wie sie sonst nur die großen Routiniers haben. So ist auch Andrea Dovizioso (Ducati) erst zweimal gestürzt.

Valentino Rossi (Yamaha) kommt auf vier Stürze, wobei es in Mugello und in Assen eigens verschuldete Rennstürze gab. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr hatte Rossi auch schon vier Stürze auf dem Konto gehabt. Sein Bestwert in den vergangenen Jahren war 2015, als der Italiener in der gesamten Saison nur zweimal zu Boden gegangen war.

In der Moto2-Klasse führt Sam Lowes mit zwölf Crashes die Sturzstatistik an. Auch Jorge Navarro und Marco Bezzecchi sind mit je elf Stürzen nach neun Rennen schon im zweistelligen Bereich. Und in der Moto3-Klasse sind bereits vier Fahrer zweistellig. Katar-Sieger Kaito Toba führt die Liste mit zwölf Stürzen an. Dahinter folgen Tatsuki Suzuki (11), Darryn Binder (11) und Tom Booth-Amos (10).

Die MotoGP-Sturzkönige nach neun Rennen 2019:

  • Johann Zarco (KTM) : 11 Stürze
  • Jack Miller (Pramac-Ducati) – 10
  • Joan Mir (Suzuki) – 9
  • Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) – 8
  • Alex Rins (Suzuki) – 7
  • Karel Abraham (Avintia-Ducati), Cal Crutchlow (LCR-Honda), Jorge Lorenzo (Honda), Marc Marquez (Honda) und Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) – 6
  • Aleix Espargaro (Aprilia), Pol Espargaro (KTM), Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Tito Rabat (Petronas-Yamaha) – 5
  • Takaaki Nakagami (LCR-Honda), Valentino Rossi (Yamaha), Bradley Smith (Aprilia), Hafizh Syahrin (Tech-3-KTM) und Maverick Vinales (Tech-3-KTM) – 4
  • Andrea Iannone (Aprilia) und Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) – 3
  • Andrea Dovizioso (Ducati) und Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) – 2
  • Stefan Bradl (Honda), Sylvain Guintoli (Suzuki) und Michele Pirro (Ducati) – 0

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