Alex Rins beschädigt beim Jerez-Test den neuen Flügel vor dem Hinterreifen im Kiesbett – mit einer neuen Schwinge feilt der Suzuki-Pilot an seiner Rennpace.

Nach dem zweiten Platz beim Grand Prix von Spanien setzte Suzuki die Detailarbeit fort. Beim Testtag am Montag rückte Alex Rins in Jerez zum ersten Mal mit dem kleinen Winglet vor dem Hinterreifen aus. Außerdem fuhr der Spanier viele Runden mit einer neuen Hinterradschwinge. Insgesamt kam Rins auf 69 Umläufe. Seine persönliche Bestzeit lautete 1:37.275 Minuten.

Nach Ducati, Honda, Aprilia und Yamaha evaluierte nun erstmals auch Suzuki diesen Flügel, der an der Hinterradschwinge vor dem Hinterreifen montiert ist. „Es gab aber ein kleines Problem, denn als ich den Flügel verwendet habe, bin ich in Kurve 8 von der Strecke abgekommen“, berichtet Rins. „Ich muss mich bei Suzuki entschuldigen, denn im Kiesbett wurde der Flügel beschädigt.“

Erkenntnisse konnten deswegen keine gewonnen werden. „Mit dem kaputten Teil bin ich dann noch zwei, drei Runden gefahren, weil ich nicht wusste, dass er beschädigt war.“ Schon Aprilia-Fahrer Aleix Espargaro hatte im Laufe des Rennwochenendes berichtet, dass er keinen Unterschied mit diesem kleinen Bauteil fühlt. Auch im Yamaha-Lager probierte man in Jerez diesen kleinen Flügel aus, um den Hinterreifen zu kühlen.

Während Valentino Rossi dieses Bauteil schon während der Trainings getestet hat, rückte Maverick Vinales damit beim Montagstest aus. Auch er kann nicht viel zur Wirkung dieses Flügels sagen: „Ich habe es probiert, aber ich habe keinen Unterschied gespürt. Die Ingenieure müssen checken, ob damit die Reifentemperatur etwas niedriger war.“ Trotzdem verfolgen alle Hersteller den Trend, den Ducati gestartet hat.

Neue Hinterradschwinge für bessere Konstanz im Rennen

Zurück zu Suzuki. Rins arbeitete beim Test hauptsächlich mit einer neuen Hinterradschwinge. „Die Schwinge ist sehr ähnlich, aber bei der Beschleunigung und in langen Kurven fühlt es sich stabiler an. Mit unserem Chassis sind wir zufrieden. Momentan glaube ich nicht, dass wir ein neues brauchen.“ Rins konzentrierte sich in erster Linie auf die Rennpace. Zeitattacken und Qualifying-Simulationen standen nicht auf dem Programm.

Es ging vor allem um eine konstante Rennpace. „Ich habe keinen weichen Reifen ausprobiert, weil wir uns auf den Rhythmus konzentriert haben“, betont Rins. „Neben der Schwinge haben wir auch viel bei der Elektronik getestet. Ich bin zufrieden, denn ich war sehr konstant. Im Vergleich zu Marquez, der sehr gut auf der Bremse ist, fehlt etwas. Im Rennen konnte ich aber Petrucci, Dovizioso und Morbidelli in der Bremsphase überholen.“

Teamkollege Joan Mir spulte 85 Runden ab und fuhr am Ende mit 1:37.233 Minuten etwas schneller als Rins. Der MotoGP-Rookie arbeitete an seinem Fahrstil und konzentrierte sich auf den Kurveneingang. Außerdem wurde mit dem Set-up experimentiert. Mir hatte auch einen harmlosen Sturz. „Ich konnte meine Pace verbessern und auf meinen Rundenzeiten vom Wochenende aufbauen“, so Mir. Für Suzuki war am Montag auch Testfahrer Sylvain Guintoli im Einsatz.

Servus MotoGP WhatsApp: Hol‘ Dir jeden Tag die wichtigsten MotoGP-News kostenlos auf Dein Handy!

© MessengerPeople