Suzuki plant die Strukturen für die Zusammenarbeit mit einem zweiten Team. Aber: Es wird wohl noch länger dauern, bis vier GSX-R 1000 in der MotoGP fahren.

2015 kehrte Suzuki mit einem Werksteam in die Motorrad-WM zurück. Seither gibt es immer wieder Gerüchte, dass die japanische Marke auch mit einem Satellitenteam zusammenarbeiten könnte. Bisher haben sich diese Pläne nicht in die Tat umsetzen lassen. Im Hintergrund wird weiter daran gearbeitet.

Die aktuelle GSX-RR ist ein konkurrenzfähiges Motorrad und kann für ein Kundenteam eine vielversprechende Option sein. Viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit gibt es für Suzuki aber nicht. LCR ist eng an Honda gebunden genauso wie Pramac an Ducati. Tech 3 ist mit KTM sowie Petronas mit Yamaha eine neue Partnerschaft eingegangen. Somit würde sich nur Avintia anbieten.

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Aktuell hat die spanische Avintia-Mannschaft einen Vertrag mit Ducati für die Saison 2019. Dieser umfasst auch eine Option für 2020. Derzeit fährt Avintia erstmals in der Team-Geschichte mit zwei Vorjahres-Motorrädern von Ducati. Seitens Suzuki hat man eine mögliche Zusammenarbeit mit Avintia bisher nicht für praktikabel gehalten.

Brivio: „Die Dinge passieren sehr langsam“

Außerdem gibt es noch zwei leere Startplätze, die durch die Auflösung des Marc-VDS-Teams entstanden sind. Diese beiden Plätze soll MotoGP-Promoter Dorna für VR46 zurückhalten, falls sich Valentino Rossi nach seinem Karriereende (derzeit Yamaha-Vertrag bis Ende 2020) dazu entschließen sollte, auch in der Königsklasse ein eigenes Team an den Start zu bringen.

Aufgrund dieser ganzen Umstände ist es momentan für Suzuki schwierig, ein Kundenteam in die Tat umzusetzen. „Eine Satellitenstruktur wird sich kaum vor 2021 realisieren lassen“, sagt deshalb Teamchef Davide Brivio gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. „Wir sprechen darüber in der Fabrik, damit wir logistisch und materiell alles für die zusätzlichen Motorräder auf die Beine stellen. Aber die Dinge passieren sehr langsam.“

Auch Aprilia setzt derzeit nur zwei Motorräder ein. Bei den Italienern gibt es derzeit keine konkreten Ideen, in naher Zukunft mit einem zweiten Team zusammenzuarbeiten. Honda und Ducati setzen auf drei Fahrer mit aktuellem Material. Auch Yamaha arbeitet eng mit Petronas zusammen und KTM bindet Tech 3 in die Testarbeit ein. Rein theoretisch wird die Entwicklung mit mehr Fahrern beschleunigt.

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