Intact-Pilot Marcel Schrötter beißt beim Test in Aragon auf die Zähne: Nach dem wichtigen Test erhält sein lädierter Fuß einen Gips und wird geschient.

Der Spanien-Grand-Prix in Jerez war für Marcel Schrötter eine schmerzhafte Erfahrung. Der Intact-Pilot erkämpfte sich mit zwei gebrochenen Zehen als 15. einen WM-Punkt. Trotz der Verletzung fuhr Schrötter auch beim privaten Test in Aragon. Der Deutsche wollte seiner Intact-Crew wichtige Informationen liefern, um bei den kommenden Rennen in Europa wieder vorne mitzumischen.

Am ersten Testtag fuhr Schrötter bei bestem Wetter 45 Runden. Doch am Mittwoch war nach nur 17 Umläufen Schluss. „Obwohl ich nicht so viele Runden fahren konnte und auch die Konstanz etwas fehlte, war es ein guter Test“, bilanziert Schrötter.

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„Letztendlich war die Belastung mit dem Rennwochenende zuvor in Jerez und an die 45 Runden am Dienstag für die Verletzung zu viel. Die Schmerzen waren so arg, dass ich überhaupt keinen Druck mehr auf die Fußraste ausüben konnte. Außerdem tat es zum Schluss auch beim Schalten sehr weh“, berichtet der Kalex-Pilot.

„Inzwischen habe ich den Fuß im Krankenhaus in Manresa nochmals untersuchen lassen und die Ärzte dort haben mir vorübergehend für ein paar Tage einen Gips mit Schiene angepasst“, schildert der WM-Dritte der Moto2. „Bis spätestens nach diesem Wochenende ist dieser aber bestimmt wieder weg und ich werde mein Training, wenn auch etwas eingeschränkt, fortsetzen können.“

Schrötter muss auf die Zähne beißen

„Trotzdem ist es schade, dass ich den Test frühzeitig beenden musste. Wir hätten noch ein, zwei Sachen auf unserer Liste gehabt. Diese wären sehr wichtig gewesen, um wichtige Informationen zu bekommen“, bedauert Schrötter. „Es war dennoch gut, dass ich die Zähne zusammengebissen habe und am Mittwoch noch zwei Turns gefahren bin. Ich war trotz arger Schmerzen in etwa so schnell wie am ersten Tag.“

„Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und es waren auch tatsächlich zwei positive Stints. Der Tag zuvor verlief angesichts des Handicaps recht erfreulich. Von den Rundenzeiten, die wir von den anderen so mitbekommen haben, waren wir eigentlich gut dabei. Wir haben einiges ausprobiert und dabei Positives und Negatives aussortieren können. Mir fehlte aber manchmal ein bisschen das Gefühl, wie ich mit dem Motorrad auf der Strecke zurechtkomme.“

Auch in Le Mans noch nicht topfit

„Aus diesem Grund war dieser Test sehr wichtig, da die Rennstrecken in Übersee einen ganz anderen Charakter besitzen als die, wo jene wir in nächster Zeit hinkommen. Bisher sind wir fast ausschließlich auf großen, weiten Strecken gefahren“, analysiert Schrötter.

„Jetzt wird es eng und winkelig. In dieser Hinsicht haben wir uns die letzten zwei Tage in Aragon dennoch etwas vorbereiten können. Jetzt muss ich aber bis Le Mans Ruhe geben und die Verletzung heilen lassen. Ich werde dort bestimmt noch nicht topfit sein, aber die Situation kann in eineinhalb Wochen schon wieder ganz anders aussehen, hoffe ich zumindest“, so der Moto2-Pilot.

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