Erfolgserlebnis in Japan: Cal Crutchlow feiert in Motegi sein bestes Ergebnis seit Brünn – bei der Neuauflage des Duells mit Alex Rins setzt sich der LCR-Honda-Pilot durch.

Cal Crutchlow beendete den Japan-Grand-Prix in Motegi auf Position fünf und kam mit 9,1 Sekunden Rückstand ins Ziel. Der Brite setzte sich hauchdünn gegen Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Alex Rins (Suzuki) durch. Es war sein bestes Ergebnis seit dem Tschechien-Grand-Prix Anfang August. Das bisher letzte Podium fuhr der LCR-Honda-Pilot im Juli auf dem Sachsenring ein.

„Ein Teil von mir ist ein bisschen enttäuscht, weil ich es nicht aufs Podium geschafft habe“, räumt Crutchlow ein. „Ich hatte im ersten Teil des Rennens aber kein gutes Gefühl. Ich musste die Situation managen, um sicherzustellen, dass ich das Rennen beenden kann. Für zehn oder zwölf Runden war es ziemlich schwierig, doch wir leisteten tolle Arbeit.“

„Mein Renn-Tempo war übers Wochenende gesehen nie besonders gut“, bemerkt Crutchlow. „Und auch beim vergangenen Rennen in Thailand war ich nicht schnell. In Thailand wäre ein ähnliches Ergebnis möglich gewesen. Doch ich wollte ein Podium anstreben. Und das habe ich nicht geschafft.“

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Crutchlow: „Ich war hin- und hergerissen“

„Doch mein Team und Honda sind mit einem Top-5-Ergebnis beim Honda-Heim-Grand-Prix happy“, stellt Crutchlow klar. „Ich war hin- und hergerissen, ob ich schneller fahren und die Gruppe vor mir einholen kann. Oder, ob ich lieber Tempo rausnehmen sollte. Ich machte ein bisschen langsamer, vermutlich nahm ich zu viel Tempo raus.“

„Alex attackierte mich und half mir ein bisschen. Doch es ging nicht weiter nach vorne. Es war die Neuauflage unseres Duells aus dem Vorjahr. Ich wurde damals Zweiter und er Dritter. Jetzt trafen wir erneut aufeinander. Es hat Spaß gemacht“, kommentiert er das Duell.

Im Vergleich zum Vorjahr erlebt Crutchlow eine durchwachsene Saison. „Die beiden vergangenen Rennen haben unsere Probleme aufgezeigt. In Thailand hatten wir im Rennen ein Problem mit der Bremse“, blickt er zurück.

Der LCR-Pilot hofft, dass die 2020er-Honda weniger aggressiv ist wie das aktuelle Bike. „Wir müssen verstehen, wie unser Paket für die kommende Saison aussieht. Wir können in diesem Jahr unsere Abstimmung nicht weiter verbessern. Wir müssen auf das kommende Jahr schauen.“