MotoGP-Rookie Fabio Quartararo schafft es trotz eines späten Fehlers zum dritten Mal auf die Pole-Position – Maverick Vinales knapp geschlagen, aber zufrieden

Nach Jerez und Barcelona startet MotoGP-Rookie Fabio Quartararo auch in Assen von der Pole-Position. Im Qualifying zur Dutch TT war der 20-jährige Franzose mit seiner Petronas-Yamaha schneller als Yamaha-Werkspilot Maverick Vinales, der auf den zweiten Startplatz fuhr.

Nebenbei hat Quartararo auch noch den aus der Saison 2015 bestehenden Assen-Streckenrekord von Yamaha-Star Valentino Rossi (1:32,627 Minuten) geknackt. Mit 1:32,017 war der Rookie satte 0,610 Sekunden schneller als es „The Doctor“ auf seiner Pole-Runde vor vier Jahren gewesen war.

Vor Q2 am Samstagnachmittag hatte Rossi den Streckenrekord aber schon im FT3 an Quartararo verloren. Im Qualifying waren dann Alex Rins (Suzuki; 3.) und Vinales vorübergehend die neuen Rekordhalter, bevor Quartararo schließlich auf seiner vorletzten Runde mit neuer Rekordzeit auf die Pole raste. Auf seiner letzten Runde lag er dann sogar auf Kurs zu einer 1:31er-Zeit, baute aber in der letzten Schikane einen Fehler ein.

Ungeachtet dessen ist Quartararo natürlich hochzufrieden. „Ich finde, Assen ist mit einem MotoGP-Bike eine der schwierigsten Strecken. Es lief aber richtig gut. Meine letzten zwei Runden waren richtig schnell und ich habe es auf die Pole geschafft. Das stimmt mich natürlich sehr glücklich“, so der Petronas-Yamaha-Pilot.

Den Zeitverlust durch den Fehler in der Schikane auf seiner letzten fliegenden Runde schätzt Quartararo auf „eineinhalb bis zwei Zehntelsekunden“. Aber auch mit seiner vorletzten Runde hat er sich den Streckenrekord gesichert und Vinales unterm Strich um 0,140 Sekunden distanziert.

Vinales freut sich über besseres Gefühl seit Mugello

Vinales schaffte es mit seiner Fahrt auf den zweiten Startplatz, die Nullnummer von Barcelona zumindest am Samstag zu vergessen. „Seit Mugello geht es bei uns voran und Assen ist ohnehin eine Strecke, die ich mag. Nach den Trainings hatte ich ein gutes Gefühl, dass es mit der ersten Reihe klappen könnte. Als ich dann sah, dass ich Zweitschnellster war, war ich natürlich zufrieden.“

„In den Rennen hatte ich in diesem Jahr nicht gerade viel Glück“, so Vinales weiter. „Dreimal wurde ich über den Haufen gefahren (Termas de Rio Hondo, Le Mans und Barcelona; Anm. d. Red.) und das waren ausgerechnet die drei Rennen, wo wir meiner Meinung nach am besten aussahen. Es liegen aber noch einige Rennen vor uns. Ich kann es gar nicht erwarten, am Sonntag mein Maximum zu geben.“

Doch während der Spanier die Dutch TT vom zweiten Startplatz in Angriff nimmt, startet Teamkollege Valentino Rossi nach Q1-Aus nur vom 14. Startplatz. Von außen betrachtet scheint sich fast ein Muster zu entwickeln, dass immer nur einer der beiden stark ist – mal Vinales, mal Rossi. „Vielleicht tauschen wir das gute Bike immer hin und her“, scherzt Vinales.

In Wahrheit sieht der Spanier aber andere Gründe: „Ich glaube, es ist einfach streckenabhängig. Hinzu kommt noch, dass ich bis vor ein paar Rennen nicht das nötige Vertrauen in den Vorderreifen hatte und nicht richtig attackieren konnte. Seit Mugello gelingt mir das aber wesentlich besser und ich kann viel mehr so fahren wie ich mir das vorstelle. Und was Valentino betrifft, so war auch er in Montmelo [Barcelona] sehr stark.“

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