Wie sich Valentino Rossi vom frustrierenden Heimrennen abgelenkt hat, warum der Yamaha-Star hofft, dass ihm Barcelona besser liegt – und welches seine bislang größte Formkrise war.

Mit der Enttäuschung des für ihn frustrierend verlaufenen Grand Prix von Italien in Mugello, wo er am gesamten Wochenende nicht in Fahrt kam und im Rennen schließlich stürzte, kommt Yamaha-Pilot Valentino Rossi zum Grand Prix von Katalonien in Barcelona, dem siebten Rennen der MotoGP-Saison 2019.

„Mugello war ein Schock“, gibt Rossi offen zu. „Ich hatte erwartet, konkurrenzfähig zu sein, doch das war nicht der Fall. Deshalb war es auch psychologisch ein Rückschlag. Wir müssen jetzt einfach alles auf Null stellen und nach vorn blicken.“

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Fast zwei Jahre nach Beinbruch: Motocross in Cavallara wieder erlaubt

Die Zeit seit dem frustrierenden Heimrennen hat sich Rossi unter anderem mit Motocross-Fahrern zusammen mit den beiden Ducati-Werkspiloten Andrea Dovizioso und Danilo Petrucci vertrieben. „Nach dem Rennen in Mugello waren wir in Cavallara. Das ist die Piste, auf der ich mich 2017 verletzt hatte“, spricht „The Doctor“ auf seinen Beinbruch an, der ihn vor zwei Jahren die Teilnahme am Grand Prix von San Marino in Misano kostete.

„Aus diesem Grund haben es mir mein Vater und mein Team zwei Jahre lang verboten, wieder dort zu fahren. Ich durfte nicht, obwohl es ein meiner Lieblingspisten ist und ich dort aufgewachsen bin“, spricht Rossi über die Motocross-Piste nahe seiner Heimat Tavullia. Warum er vor wenigen Tagen nun doch wieder dort fahren durfte? „Ich habe zu meinem Vater gesagt: ‚Hey, Dovizioso und Petrucci kommen auch.‘ Also bekam ich ein Tagesticket“, lacht der MotoGP-Superstar.

Zuversicht für Barcelona: „Gerade führt hier bergab

Mit Blick auf den anstehenden Grand Prix von Katalonien in Barcelona ist Rossi ebenfalls zu Scherzen aufgelegt. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die Yamaha M1 nicht über den besten Topspeed im MotoGP-Feld verfügt, sagt der Italiener mit einem Lachen: „Die Gerade führt hier bergab. Das könnte uns helfen.“

In der größten Formkrise seiner MotoGP-Karriere sieht sich Rossi jedenfalls nicht. Zwar liegt sein bislang letzter Sieg (Assen 2017) nun schon fast zwei Jahre zurück. Doch verglichen mit seinen beiden Ducati-Jahren 2011 und 2012 verspürt er auf der Yamaha immer noch Spaß beim Fahrern: „Ja, wir sind nicht die Schnellsten, aber es macht Spaß, das Bike zu fahren. Bei Ducati war es so, dass ich jedes Mal gestürzt bin, wenn ich versuchte zu attackieren. So gesehen würde ich sagen, dass es mir jetzt besser geht.“

Vinales hadert: „Es ist immer das Gleiche“

Derweil klagt Rossis Teamkollege Maverick Vinales vor dem zweiten seiner vier Heimrennen der Saison 2019 über die gleichen Probleme, mit denen er sich sich schon seit rund zwei Jahren herumschlägt: „Es ist im Grunde immer das Gleiche. In den Trainings können wir unser Potenzial zeigen, aber in den Rennen sind wir dann teilweise eine Sekunde pro Runde langsamer als im Training. Das war auch in Mugello wieder so.“

„Das ist natürlich frustrierend, weil wir das Bike immer gut vorbereiten, aber dann ist im Rennen alles anders. Wir können hier nur auf ein gutes Wochenende hoffen. Im vergangenen Jahr lief es eigentlich gar nicht so schlecht“, spricht Vinales auf seinen sechsten Platz beim Katalonien-Grand-Prix 2018 an und fügt hinzu: „Ich glaube, in diesem Jahr ist das Potenzial ein bisschen größer. Ich werde wie immer mein Bestes geben und drücke die Daumen, dass wir unser Potenzial auch im Rennen umsetzen können, um ein gutes Ergebnis einzufahren.“

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