Yamaha ist nur noch die vierte Kraft in der MotoGP: Fahrermanager Carlo Pernat stuft die M1 als „nicht wettbewerbsfähig“ ein – und vermutet den Fehler bei den Japanern.

Der Italien-GP in Mugello galt einst als Yamaha-Paradestrecke. Jorge Lorenzo gewann mit der M1 zwischen 2011 und 2016 fünf von sechs Rennen. Valentino Rossi deutete 2016 und 2018 mit der Pole-Position an, dass die Yamaha sehr gut mit dem flüssigen Layout der Strecke harmoniert. Doch in diesem Jahr erlebte Rossi ein wahres Debakel. Nicht eine Session in den Top 10 beendet, Startplatz 18 und Sturz im Rennen.

„Die Ducati war konkurrenzfähig, was auf die Yamaha nicht zutrifft. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder ist Valentino über seinen Zenit, was ich nicht glaube, oder es gibt innerhalb des Teams und innerhalb von Yamaha Probleme, weil sie nicht wissen, was sie ändern sollen“, grübelt MotoGP-Fahrermanager Carlo Pernat im Gespräch mit ‚GPOne‘.

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„Viele erwarteten, dass Quartararo auf das Podium fährt, doch das Motorrad war nicht wettbewerbsfähig“, stellt Pernat fest. „Sie können so nicht weitermachen. Es ist nun das viertbeste Motorrad im Feld. Rins und Suzuki sind vorbeigezogen. Ich glaube, es ist das erste Mal in 40 Jahren, dass wir bei Yamaha so etwas erleben.“

„Sie können so nicht weitermachen“

Neben Yamaha war Jorge Lorenzo die Enttäuschung des Wochenendes. Ohne die Ausfälle wäre der Vorjahressieger nicht einmal in die Punkte gefahren. „Lorenzo gehen die Ideen aus, würde ich vermuten“, kommentiert Pernat.

„Welchen Sinn ergibt es, nach Japan zu reisen, um zu diskutieren, dass das Motorrad für Marquez maßgeschneidert wurde“, hinterfragt Pernat die Japan-Reise der Nummer 99. „Marc hat bereits darauf reagiert. Lorenzo bringt sich in einer schwierige Situation und wird als Unterlegener hervorgehen.“

„Was sollen sie ihm in Japan sagen? Vielleicht bekommt er etwas Hilfe, doch sie werden das Motorrad nicht für ihn umkrempeln, weil Marc damit gewinnt“, prophezeit der MotoGP-Insider. „Vielleicht wird der Vertrag am Ende der Saison aufgelöst. Es scheint, als ob es sehr schwierig ist, das Motorrad zu wechseln. Zarco und Iannone sind gute Beispiele.“

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