Lange führte Lorenzo Baldassarri die WM in der Moto2 an – bis Alex Marquez seinen Siegeszug antrat. So sieht Valentino Rossi die Chancen für einen MotoGP-Aufstieg.

Auch wenn Moto2-Pilot Lorenzo Baldassarri seine WM-Führung in der mittleren Klasse zuletzt abgeben musste, weil er beim Großen Preis von Katalonien stürzte, gilt er noch immer als heißer Kandidat auf einen möglichen Aufstieg in die MotoGP. Immerhin gehen drei Saisonsiege auf das Konto des jungen Italieners.

Damit hat er genauso oft gewonnen wie Konkurrent Alex Marquez. Allerdings mit dem Unterschied, dass Baldassarri auch drei Nuller verzeichnen musste, während Marquez bisher nur einmal ohne Punkte nach Hause ging. Deshalb führt der Spanier die WM-Wertung nach sieben Rennen mit 111 Punkten an.

Mit 23 Punkten liegt Baldassarri auf Platz vier zwar schon etwas zurück, noch ist aber nichts verloren. Dabei konkurriert er mit Marquez nicht nur um den Titel, sondern womöglich auch um einen MotoGP-Wechsel. Zuletzt verriet Ruben Xaus von Avintia-Ducati, für die kommende Saison einen Moto2-Fahrer als Rookie holen zu wollen.

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Rossi: „Balda hat einen ganz besonderen Fahrstil“

Dabei fiel sowohl der Name Marquez als auch Baldassarri. „Natürlich würde damit ein Traum wahr werden“, sagt Letzterer über die Chance eines Aufstiegs in die Königsklasse. „Aber ich bevorzuge es, mit einer wirklich guten Chance aufzusteigen und nicht nur ein Jahr dort zu bleiben und dann wieder in die Moto2 zurückzugehen.“

Entschieden sei daher noch nichts, betont Baldassarri: „Wir müssen die nächsten Rennen abwarten. Ich werde mich zu 100 Prozent auf die Moto2 konzentrieren und dann schauen wir mal.“ Käme es zum Aufstieg, wäre er nach Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia bereits der dritte Fahrer aus der VR46-Akademie in der MotoGP.

Valentino Rossi traut Baldassarri das zu. „Er arbeitet immer sehr hart, wenn wir zusammen trainieren. Er ist auch immer sehr schnell und hat einen sehr besonderen Stil, sehr klar, sehr sanft und technisch“, lobt er das Talent des Italieners. „Ich denke, er ist bereit für die MotoGP, auch weil er sehr groß ist.“

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Marquez-Brüder arbeiten im Titelkampf zusammen

„Seine Größe passt vielleicht sogar besser zur MotoGP als zur Moto2. Aber wie er selbst sagt, muss er sich jetzt auf den Titelkampf konzentrieren. Er hat eine große Chance, den Titel zu gewinnen. Danach kann er über seine Zukunft in der MotoGP nachdenken“, hält Rossi fest und hält „Baldas“ Herangehensweise für die richtige.

Marc Marquez hofft indes, dass sich sein jüngerer Brüder Alex gegen den Konkurrenten durchsetzen kann. „Ich kenne Balda, seit er in der spanischen Meisterschaft gegen meinen Bruder gefahren ist. Er fährt eine tolle Saison. Aber natürlich unterstütze ich meinen Bruder und versuche, ihm zu helfen“, gesteht der Honda-Pilot.

„Es stimmt, dass Balda einen speziellen Fahrstil hat, so wie er auf dem Motorrad sitzt. Er ist auch recht groß. Aber wie auch immer, er hat den Speed und wird ein harter Gegner für Alex sein. Deshalb versuchen wir zu verstehen, was er besser macht, um daraus zu lernen“, so Marquez weiter. Zuletzt siegte sein Bruder dreimal in Folge.

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