Takaaki Nakagami ist sich mit Honda für die Saison 2020 noch nicht einig: HRC möchte dem Japaner keine Werksmaschine anbieten, doch Nakagami pokert weiter.

Takaaki Nakagami wird vermutlich auch in der MotoGP-Saison 2020 für LCR-Honda antreten. Aber über die Details des neuen Vertrags sind sich der Japaner und Honda noch nicht einig. Nakagami wünscht sich besseres Material, doch HRC lehnt ab.

„Es gibt nach wie vor keine Vereinbarung mit Honda. Ich kann den Bedingungen nicht zustimmen und mache Druck. HRC und ich versuchen, den besten Kompromiss zu finden. Aber im Moment stimme ich nicht zu“, bemerkt der Japaner.

„Es ist kompliziert. Ich werde bis zum letzten Moment kämpfen. Die meisten Fahrer haben Werksmaschinen. Ich behaupte nicht, dass die Vorjahres-Maschine schlecht ist. Doch die meisten Maschinen werden weiter verbessert. Man sieht, dass jetzt 15 oder 16 Fahrer durch eine Sekunde voneinander getrennt werden. Deshalb können ein oder zwei Zehntel über fünf oder sechs Positionen entscheiden“, erklärt der Honda-Pilot.

Nur eine Vorjahres-Maschine

Honda will Nakagami dennoch nur eine Vorjahres-Maschine anbieten. „Dem kann ich nicht zustimmen. Ich wünsche mir nicht zwingend eine Werksmaschine, aber ich hätte gern die gleichen Voraussetzungen wie Cal (Crutchlow)„, kommentiert der einzige Japaner der MotoGP. „Ich weiß nicht, ob das realisierbar ist. Wir haben noch Zeit. Mal sehen, vielleicht noch ein paar Wochen. Aber es sollte ziemlich bald etwas passieren, denke ich.“

Nakagamis Herkunft war beim Aufstieg in die MotoGP ein Vorteil. Hilft es jetzt, um bei HRC besseres Material durchzusetzen? „Es gibt viele junge Talente in der Moto3. In der Moto2 gibt es nur Tetsu (Nagashima). Und in der MotoGP bin ich der einzige. Es ist schwierig, das in Japan zu vermarkten. Für gute Ergebnisse benötigen wir ein gutes Motorrad. Das ist meine Meinung. Warten wir ab, was Honda darüber denkt“, so der LCR-Pilot.

Nakagami: Top 5 in Mugello

Aktuell ist Nakagami WM-Zwölfter. In Mugello fuhr er in die Top 5 und deutete sein Potenzial an. Hat er eine 2020er-Werksmaschine verdient? „Vielleicht nicht zu 100 Prozent. Bei den beiden vergangenen Rennen in Assen und am Sachsenring hatte ich Pech. Ich konnte nicht viele Punkte sammeln“, ärgert er sich.

„Einige Rennen waren gut, bei einigen anderen hätten wir uns vielleicht steigern können. Mein Gefühl ist 50/50. Diese beiden Rennen hier und auf dem Red-Bull-Ring werden für die Meisterschaft sehr wichtig sein, aber auch für meine Zukunft“, so Nakagami.

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