Seine ungewisse Zukunft bereitet Lukas Tulovic auch mental Probleme und bremst ihn auf der Strecke – Jochen Kiefer will den Deutschen bis zum Ende unterstützen.

Lukas Tulovic beendete den Grand Prix von Großbritannien mit 50 Sekunden Rückstand auf dem 26. Platz. Der Deutsche gibt zu, dass die ungewisse Zukunft seiner Rennkarriere Folgen zeigt. „Ich konnte einfach meinen Speed nicht fahren und an den Jungs dranbleiben. Ich muss ehrlich eingestehen, dass ich im Moment mental nicht ganz auf der Höhe bin. Die Gesamtsituation ist im Moment äußerst kompliziert.“

Neuigkeiten rund um einen Verbleib des Kiefer-Teams in der Moto2 gibt es nicht. Der Rennstall wird im nächsten Jahr nicht mehr in der Weltmeisterschaft vertreten sein. Und ob sich Jochen Kiefer zum Beispiel in der spanischen Moto2-Serie oder in anderen Nachwuchsklassen engagieren wird, ist derzeit offen. Er will diverse Möglichkeiten sondieren. Die ungewisse Zukunft nagt an allen im Team – auch an Tulovic.

Tulovic soll Kopf freibekommen

„Es scheitert momentan an der Tatsache, dass es nach wie vor weder für Lukas Tulovic noch für Kiefer-Racing im nächsten Jahr eine Zukunft gibt“, sagt Jochen Kiefer. „In unserem Meeting nach dem Rennen haben wir nochmals darüber gesprochen. Wir haben versucht ihm beizubringen, dass wir das einfach abhaken müssen. Wir werden ihm aber helfen, dass er bald wieder die Freude am Motorrad-Rennfahren gewinnt.“

Die dreiwöchige Pause bis zum nächsten Rennen in Italien ist für Tulovic eine willkommene Gelegenheit, den Kopf freizubekommen. „Ab Misano soll er bis zum Saisonschluss wieder locker und befreit am Kabel ziehen. Im Moment ist es kaum zu übersehen, dass Lukas viel zu verkrampft agiert“, sagt Kiefer über Tulovic. „Wenn er es schafft, diese Blockade aus dem Kopf zu bekommen, dann können wir zuversichtlich sein, dass er mit seinem Grundspeed schnell seine normale Form wieder abrufen kann.“