Valentino Rossi hofft zwei Jahre nach seinem bislang letzten MotoGP-Sieg auf problemfreies Wochenende. Maverick Vinales ärgert sich über die Kommissare.

In Form der Dutch TT in Assen steht im MotoGP-Kalender an diesem Wochenende jener Grand Prix an, bei dem Superstar Valentino Rossi vor mittlerweile zwei Jahren zum bislang letzten Mal auf die höchste Stufe des Siegerpodests klettern durfte. Im engen Finish gegen Pramac-Ducati-Pilot Danilo Petrucci setzte sich der Yamaha-Werkspilot damals um 0,063 Sekunden durch.

„Leider ist seit diesem Sieg inzwischen schon eine lange Zeit vergangen“, spricht Rossi auf seine zweijährige Durststrecke an. Und hadert: „Ich habe seither ein paar gute Rennen gezeigt und bin ein paar Mal Zweiter geworden. Ich hatte auch ein paar Mal die Chance auf den Sieg, habe es aber nicht geschafft.“

„Wie es diesmal sein wird, ist schwer zu sagen“, so Rossi weiter. „Ich mag die Strecke und zuletzt in Barcelona waren wir recht konkurrenzfähig. Das Ziel für dieses Wochenende ist einfach, ein gutes Rennen zu haben. Wo wir im Vergleich zu unseren Gegnern stehen, müssen wir abwarten“, so der Yamaha-Pilot, der in Barcelona genau wie Teamkollege Maverick Vinales in den kontrovers diskutierten Vierfach-Sturz in der zweiten Runde verwickelt wurde.

Tracklap: Onboard mit Alex Hofmann

Technisch gesehen rücken Rossi und Vinales an diesem Wochenende „mit mehr oder weniger dem gleichen Paket wie zuletzt“ aus, wie der Italiener anmerkt. Zwar hatte Yamaha beim Barcelona-Test am Montag der vergangenen Woche unter anderem einen neuen Auspuff probiert. Dieses und andere neue Teile wurden laut Rossi aber „eher in Hinblick auf die Zukunft“ getestet.

Nach Barcelona-Sturz: Vinales weiterhin sauer auf die Kommissare

Maverick Vinales, der eine Chance auf den WM-Titel 2019 bereits abgeschrieben hat, war beim Barcelona-Test zwar der Schnellste gewesen. WM-Punkte gibt es dafür aber bekanntlich keine. Als es tags zuvor um Punkte ging, schrieb der Spanier genau wie Rossi eine Nullnummer, nachdem sich Honda-Pilot Jorge Lorenzo in Kurve 10 vertan und damit den vielzitierten Vierfach-Sturz ausgelöst hatte.

Auch jetzt, elf Tage später, ist Vinales auf dieses Thema nicht gut zu sprechen. In Barcelona hatte sich der Yamaha-Pilot für eine Strafe gegen Lorenzo ausgesprochen. Diese blieb aus, aber das ändert nichts an Vinales‘ Standpunkt. „Was soll ich sagen? Die Entscheidung wurde von den Kommissaren getroffen. Wenn ich mir so etwas leisten würde, würde ich mit Sicherheit eine Strafe kriegen.“

„Ich werde aber auf der Strecke wie immer versuchen, respektvoll zu agieren“, hofft Vinales, dass seine schlechte Laune nicht während des Assen-Wochenendes mit ihm durchgehen wird. „Eines ist aber natürlich auch klar: Wenn man solche Dinge nicht bestraft, öffnet man das Fenster für weitere derartige Aktionen. Wie auch immer, ich werde versuchen, mein Bestes zu geben.“

Noch keine persönliche Entschuldigung von Lorenzo

Immerhin: An seinem Verhältnis zu Lorenzo ändert sich für Vinales nichts, wenngleich sich der Honda-Pilot bislang nicht persönlich bei ihm entschuldigt hat. „Ich habe nicht mit ihm gesprochen“, so Vinales. „Das Team sagte mir, dass er bei uns in der Box war. Aber er hat ja auch meine Nummer und kann mich anrufen.“

„Wenn sich ein Fahrer entschuldigt, dann akzeptiere ich das. Ich werde ihn weiter respektieren und wir können weiterhin Freunde sein. Das ist kein Problem. Für mich ändert sich nichts, denn man muss schon unterscheiden können zwischen auf und neben der Strecke“, so Vinales abschließend.

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