Im MotoGP-Rennen von Barcelona gerieten die LCR-Piloten Takaaki Nakagami und Cal Crutchlow kurz nach dem Start aneinander. Der Brite findet klare Worte dafür.

Bei LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow sorgte nach dem Großen Preis von Katalonien nicht nur sein Ausfall für Ärger, sondern auch eine Beinahe-Kollision mit Teamkollege Takaaki Nakagami kurz nach dem Start. Der Japaner war eigentlich sieben Plätze hinter Crutchlow gestartet, konnte aber sofort einige Positionen gutmachen und fand sich im Zweikampf mit dem Briten wieder. Mit Folgen…

„Taka hat mich von der Strecke gedrängt, als wir in Kurve 4 ankamen. Er hat mich regelrecht rausgedrückt und mir damit diesen Teil meines Rennens ruiniert. Ich verlor vier Plätze, weil das ein wirklich hartes Manöver war“, schimpft Crutchlow auf die aus seiner Sicht unnötig aggressive Fahrweise des Teamkollegen in diesem frühen Stadium des Grands Prix. Dafür hat der Brite nur wenig Verständnis.

„Sicher, das ist Rennsport und ich habe so etwas auch schon mal gemacht, aber ich war nicht sehr beeindruckt davon, wie er uns beide rausgedrückt hat. Es war die zweite Runde des Rennens. Ich verstehe es, für die Position am Start zu kämpfen – aber er hat sein eigenes Rennen an diesem Punkt ruiniert, und er hat mein Rennen ruiniert. Ich bin zurückgekommen und er nicht“, sagt Crutchlow weiter.

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Klare Ansage

Nach dem Vorfall suchte er Nakagami noch am Sonntag in der Box auf und machte ihm eine klage Ansage: „Ich habe ihm unmissverständlich gesagt, wenn er es noch einmal tut, weiß er, was passieren wird, das kann ich dir sagen.“ Nakagami selbst war sich hingegen keiner Schuld bewusst. Er hatte für sein Empfinden nichts falsch gemacht: „Natürlich gehe ich ein Risiko ein, aber nein, es war nichts.“

„Ich habe ihn nicht berührt, vielleicht nur ein wenig gestört, aber so ist der Rennsport“, beschwichtigt der Japaner. „Wenn ich ihn getroffen hätte oder gestürzt wäre, würde ich mich natürlich entschuldigen. Aber es ist schwierig, wir fahren Rennen und manchmal muss man aggressiv sein.“ Das Gespräch mit Crutchlow nach dem Rennen spielte Nakagami herunter, von schlechter Stimmung wollte er nichts wissen.

Der LCR-Pilot erklärt: „Ich verstehe ihn, weil er am Ende des Rennens gestürzt ist und die Situation vielleicht nicht wirklich gut aussieht. Also verstehe ich, was er mir sagen wollte. Aber es ist nichts, schon morgen oder im nächsten Rennen haben wir kein Problem mehr.“ Während Crutchlow in Barcelona einen Nuller schrieb, konnte Nakagami als Achter sein nächstes Top-10-Ergebnis verbuchen.

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