Wenn sich der Winter von seiner eisigen Seite zeigt, gehen wir im warmen Haus ans Werk: Mit Papier, Geduld und ruhiger Hand basteln wir zauberhafte Winterlandschaften, Familienporträts und Grußkarten.

1. Ganz in Weiß

Scherenschnitt: Waldspaziergang (Bild: Doris Himmelbauer)

Für die winterliche Landschaft braucht man eine Baumscheibe mit Rinde, ein paar Bögen Zeichenkarton, einen Bleistift zum Vorzeichnen und eine spitze Schere (oder ein Bastelmesser), Bastelkleber und außerdem etwas Fantasie und Fingerfertigkeit.

Zuerst die Figuren einzeln auf den Karton zeichnen und an den jeweiligen Unterkanten je nach Größe der Figuren 1–2 cm breite Laschen dazuzeichnen. Diese werden, nachdem man die Bäume, den Schneemann und die Zaunelemente mit der Schere und dem Messer ausgeschnitten hat, im rechten Winkel nach hinten gefaltet und bilden die Standflächen. Man braucht sie zum Aufkleben der Figuren auf die Baumscheibe. Jetzt werden die ausgeschnittenen Teile nur noch in verschiedene Gruppen auf der Holzscheibe platziert und festgeklebt.

2. Herren und Damen in Rahmen

Scherenschnitt: Porträts (Bild: Doris Himmelbauer)

Für unsere elegante Familiengalerie haben wir die Silhouetten unserer Gesichter auf Papier übertragen, ausgeschnitten, in Stickrahmen geklebt und an die Wand gehängt.

Zuerst wird vor weißem Hintergrund ein Profilfoto von jedem Familienmitglied gemacht. Das Foto im Kopierer mit viel Kontrast auf das gewünschte Format vergrößern, einen weißen Bogen Kopierpapier darüberlegen und die Konturen durchpausen. Ausschneiden. Dann schwarzen und grauen Stoff in die Stickrahmen spannen, die ausgeschnittenen Silhouetten auf der Rückseite mit Bastelkleber bestreichen und auf den gespannten Stoff im Rahmen kleben.

Tipp: Die auf den Stoff geklebten Porträts noch einmal aus dem Rahmen nehmen und zum Trocknen mit Büchern beschweren, damit sich das Papier nicht wellt.

3. Ein Brieflein ohne Liebe

Scherenschnitt: Grußkarte (Bild: Doris Himmelbauer)

Grußkarten, die mit einem filigranen Papierschnitt verziert sind, brauchen etwas Zeit, Geschicklichkeit und Liebe zum Detail.

Blumen, Blüten und Blätterranken mit Bleistift auf ein weißes Blatt Papier vorzeichnen. Das sollte rundum etwa 1 cm kleiner sein als die Karte, die verziert werden soll. In der Mitte Freiraum lassen – dorthin kann man später einen Namen oder einen lieben Wunsch schreiben. Jetzt mit dem Bastelmesser vorsichtig zu schneiden beginnen; dabei einen dicken Karton als Unterlage verwenden. Sind alle Motive ausgeschnitten, das zarte Gebilde umdrehen, mit Bastelkleber bestreichen und mittig auf die Vorderseite der Karte kleben. Mit einem Buch beim Trocknen beschweren.

Tipp: Je genauer die einzelnen Motive vorgezeichnet sind, desto leichter fällt das Schneiden.

4. Nachts auf dem Dorfplatz

Scherenschnitt: Stadt (Bild: Doris Himmelbauer)

Die kleine weiße Häuserzeile wirkt besonders hübsch, wenn sich draußen die Dunkelheit langsam über die Landschaft legt. Aber auch ein alter Fensterflügel, hinter dem dunkler Stoff liegt, ist mit dem kleinen Dorf- platz aus Papier ein dekorativer Blickfang für daheim.

Die Häuserzeile, zusätzlich einzelne Häuschen und Sterne in verschiedenen Größen auf Zeichenkarton vor- zeichnen und mit dem Bastelmesser ausschneiden, zuerst die Konturen, dann die Fenster- und Türöffnungen. Dann die ausgeschnittenen Teile auf der Rückseite mit durchsichtigen doppelseitigen Klebepunkten versehen (am besten an den Ecken) und auf dem Fensterflügel festkleben.