Zahnbürsten aus Bambus, Cremetiegel aus Glas, Waschlappen aus Bio-Baumwolle – so schön ist ein Bad ohne Plastik.

Zahnbürste, Waschlappen, Wattestäbchen, Haarshampoo – für gewöhnlich kommt alles aus Plastik und zusätzlich in Plastikverpackungen daher. Im schlimmsten Fall steckt sogar Mikroplastik in Pflegeartikeln wie in Peelings und Zahncreme. Nicht nur, dass diese dann in den menschlichen Organismus gelangt, sie schädigt langfristig auch Seen, Flüsse und Meere. Daher kauft man am besten keine Produkte, die die Inhaltsstoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) oder Polyethylenterephtalat (PET) enthalten.

Glücklicherweise gibt es immer mehr Artikel für das Badezimmer, die sowohl außen als auch innen auf Plastik verzichten und aus alternativen Materialien hergestellt werden.

Übrigens: Sie müssen nicht gleich alles wegwerfen und neu kaufen, es genügt, wenn Sie nach und nach ein Produkt ersetzen, um dem plastikfreien Bad Stück für Stück näher zu kommen.

1. Mundhygiene

Zahnbürsten aus Holz (Foto: Thinkstock Photos)
Zahnbürsten gibt es inzwischen häufig aus Bambus- oder Buchenholz. (Foto: Thinkstock Photos)

Aufgrund der wachsenden Nachfrage an plastikfreien Produkten gibt es immer ausgeklügeltere Zahnputzartikel. Zahnbürsten aus widerstandsfähigem und hygienischem Bambusholz mit Naturborsten putzen das Gebiss genauso gründlich wie ihre bunten und schwer abbaubaren Nebenbuhler. Bei manchen lässt sich sogar der Bürstenkopf austauschen, sodass nicht bei jedem Zahnbürstenwechsel eine komplett neue Bürste her muss. Das spart nicht nur Geld, sondern schont auch Ressourcen.

Außerdem findet man mittlerweile Zungenreiniger aus Kupfer und Zahnseide aus Bienenwachs. Wenn man die Zahnputzutensilien dann noch in einem hübschen Keramik- oder Glasbecher aufbewahrt, hat man den Abfall in diesem Bereich minimiert.

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2. Hautpflege 

Bürste und Seife (Foto: Thinkstock Photos)
Seife am Stück erfreut sich wieder erhöhter Nachfrage. Auch, weil sie ohne Plastikverpackung auskommt. (Foto: Thinkstock Photos)

Bevor Flüssigseife in die Haushalte einzog, war Händewaschen umweltfreundlicher. Jetzt kommen in Papier verpackte Seifenstücke wieder verstärkt zurück und sind pflegender und hautverträglicher denn je. In Seifensäckchen aus Baumwolle lassen sie sich auch, wenn sie schon benutzt wurde, sehr gut mit auf Reisen nehmen. Und Hand aufs Herz, sind Seifenschalen aus Holz oder Porzellan nicht viel hübscher als Pumpspender?

Cremes und andere Pflegeprodukte kauft man idealerweise in Glastiegeln oder in festen Konsistenzen, wie zum Beispiel ein Deo als Creme statt als Spray und ein Peeling am Stück. Wer bei Kosmetik gänzlich auf Plastik verzichten möchte, findet Rezepte zur Herstellung und Anleitung zur Abfüllung und Lagerung auf Servus.com.

Um auf Wattepads zu verzichten, eignen sich wiederverwendbare, waschbare Kosmetikpads. Für Wattestäbchen gibt es mittlerweile Alternativen aus Holz, die in einem Karton verpackt sind.

Auch Körperbürsten sind für Haut und Umwelt am verträglichsten, wenn sie aus natürlichen Materialien hergestellt werden.

3. Haarpflege

Bürste und Kamm aus Holz (Foto: Thinkstock Photos)
Bürsten und Kämme schonen nicht nur die Umwelt, sondern auch das Haar und die Kopfhaut. (Foto: Thinkstock Photos)

Zugegeben, an ein Haarshampoo in fester Form muss man sich erst gewöhnen, aber dafür wird man nach einigen Wäschen mit schönerem Haar belohnt.

Bürsten und Kämme aus Holz und mit Naturborsten sind für Haare und Kopfhaut viel schonender und lassen sich mit milder Seife gut waschen. Danach einfach mit den Borsten nach unten auf einem Handtuch trocknen lassen. 

4. Handtücher & Co

Waschlappen (Foto: Thinkstock Photos)
Auch bei Badezimmertextilien lohnt sich ein Blick auf das Materialzetterl, um unnötiges Plastik zu vermeiden. (Foto: Thinkstock Photos)

Auch bei Badezimmertextilien wie Handtüchern, Waschlappen, Massagehandschuhen und Duschvorlegern wird häufig Plastik verwendet. Dabei ist Bio-Baumwolle eine dankbare Alternative und fühlt sich um Längen besser an als Mikrofaser. Für den Boden einfach eine Anti-Rutsch-Unterlage verwenden, dann spart man sich gummierte Produkte.

Bei Toilettenpapier macht die Verpackung den meisten Müll. Man stelle sich nur vor, wie viele Rollen man Jahr für Jahr verbraucht. Hier hilft es enorm, wenn man zu Alternativen greift, die in Papier verpackt sind.

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