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WIR NARREN

Das Schöne am Fasching ist auch, dass er überall gefeiert und überall anders gefeiert wird, dass er so viele einzigartige, regional und lokal geprägte Verästelungen entwickelt hat wie wenige andere Traditionen im Alpenraum. Der Tanz der Marktfrauen zum Beispiel findet nur am Viktualienmarkt in München statt und nirgendwo sonst, gut gepflegtes Kulturgut seit vielen Jahren, Details dazu finden Sie auf Seite 19. Oder der Umzug der Klostertaler Guggamusikanten in Vorarlberg – die Reportage von Carolin Giermindl beginnt auf Seite 108 –, auch ihr Auftritt ist unverwechselbar. Und für genau solche Geschichten gibt es dieses Magazin.

Sich verkleiden, in eine andere Rolle schlüpfen, die Welt einmal verkehrt herum betrachten – so ist Fasching, Zeit der Narren und der Maskerade, in der fast alles erlaubt ist, was sonst verboten ist, und die wir schon allein deshalb mögen müssen. Sich zum Narren machen, das können wir jedenfalls ganz gut (und um ehrlich zu sein, nicht nur in der Faschingszeit). In dieser Redaktion gibt es sogar ausgewiesene Expertise in Sachen fortgeschrittenes Narrentum: Michael Hufnagl etwa ist auch Kabarettist und macht sich in dieser Ausgabe ein paar gscheite Gedanken darüber, wie viel Mut und Fantasie in Menschen geweckt werden, sobald sie nur die richtige Verkleidung haben (Seite 100). Und mit und über Harald Nachförg lachen wir ohnehin schon seit Jahren am allerliebsten, dieses Mal erinnert er sich an seinen Tanzkurs vor unbestimmter Zeit, sehr lustig, sehr lesenswert (Seite 129).

Was am Ende aber alle Faschingssitzungen und Faschingsumzüge verbindet, ist der Faschingskrapfen. Und der schmeckt am besten, wenn er selbst gemacht ist, schon deshalb, weil man nur so die Menge der darin enthaltenen Marmelade sicher kontrollieren kann. Alexander Rieders Rezept finden Sie auf Seite 53.

Wir wünschen gutes Gelingen, herzhaften Appetit und einen fröhlichen Februar!

Markus Honsig & die Servus-Redaktion

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