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WIR NARREN 

Das Schöne am Fasching ist auch, dass er überall gefeiert und überall anders gefeiert wird, dass er so viele einzigartige, regional und lokal geprägte Verästelungen entwickelt hat wie wenige andere Traditionen im Alpenraum. Der Ebenseer Fetzenzug am Rosenmontag zum Beispiel – die Reportage von Karin Tomka und Julia Rotter beginnt auf Seite 92 – findet eben nur in Ebensee statt und nirgendwo sonst, gut gepflegtes Kulturgut seit 120 Jahren, das auch viel über den Ort im Salzkammergut, seine Historie und das Leben seiner Einwohner erzählt. Und für genau solche Geschichten gibt es dieses Magazin.

Sich verkleiden, in eine andere Rolle schlüpfen, die Welt einmal verkehrt herum betrachten – so ist Fasching, Zeit der Narren und der Maskerade, in der fast alles erlaubt ist, was sonst verboten ist, und die wir schon allein deshalb mögen müssen. Sich zum Narren machen, das können wir jedenfalls ganz gut (und um ehrlich zu sein, nicht nur in der Faschingszeit). In dieser Redaktion gibt es sogar ausgewiesene Expertise in Sachen fortgeschrittenes Narrentum: Michael Hufnagl etwa ist auch Kabarettist (sein nächster Auftritt ist am Faschingssonntag, dem 23. Februar, im Wiener Rabenhof) und macht sich in dieser Ausgabe ein paar gscheite Gedanken darüber, wie viel Mut und Fantasie in Menschen geweckt werden, sobald sie nur die richtige Verkleidung haben (Seite 95). Und mit und über Harald Nachförg lachen wir ohnehin schon seit Jahren am allerliebsten, dieses Mal erinnert er sich an seinen Tanzkurs vor unbestimmter Zeit, sehr lustig, sehr lesenswert (Seite 136).

Was am Ende aber alle Faschingssitzungen und Faschingsumzüge verbindet, ist der Faschingskrapfen. Und der schmeckt am besten, wenn er selbst gemacht ist, schon deshalb, weil man nur so die Menge der darin enthaltenen Marillenmarmelade sicher kontrollieren kann. Alexander Rieders Rezept finden Sie auf Seite 55.

Wir wünschen gutes Gelingen, herzhaften Appetit und einen fröhlichen Februar.

Markus Honsig
& die Servus-Redaktion

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