Es muss nicht immer die Forsythie sein. Auch andere blühende Sträucher lassen den Beginn der neuen Gartensaison mit üppigen Düften und Farben hochleben. Wir stellen 8 Sträucher für den Garten vor – von Kornelkirsche über Zaubernuss bis zur Zierquitte.

An Blumen, die jedes neue Frühjahr mit einer bunten Palette von Farben begleiten, herrscht kein Mangel. Sobald es nur ein bisschen wärmer wird, schießen sie in großer Zahl und Vielfalt aus dem Boden. Bei blühenden Frühjahrssträuchern haben Hausgärtnerinnen und -gärtner nicht ganz so viel Auswahl. Doch es gibt sie, und sie sind von besonderem Zauber. Vor allem kann etwas Abwechslung zur allgegenwärtigen Forsythie nicht schaden. Nichts gegen Forsythien: Sie sind wunderschön. Ein Frühling ohne ihr sonnengelbes Blütenfeuerwerk, das auch den Zeitpunkt für den Rosenschnitt markiert, wäre keiner. Doch auch andere Sträucher erfreuen nach dem langen Winter das Gärtnerherz mit üppigem Blütenflor.

Die schönsten Blütensträuchers fürs Frühjahr

1. Kornelkirsche (Cornus mas)

  • Aussehen: Die Kornelkirsche oder Dirndlbaum ist ein verzweigter Strauch oder Kleinbaum mit leuchtend gelben Blütendolden an kahlen Zweigen.
  • Blüte: Februar bis April
  • Besonderheit: Im Herbst macht man aus den roten Früchten, die man nicht pflückt, sondern abfallen lässt, herrlich süßsaure Säfte und Marmeladen.

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12. Mai

2. Seidelbast (Daphne mezereum)

  • Aussehen: Die rosa-lila Kelchblüten des kleinen Strauchs sitzen in Büscheln direkt am Holz. Die Blätter treiben später und nur an den Zweigspitzen.
  • Blüte: Februar bis April
  • Besonderheit: In Oberösterreich und Salzburg gehört er traditionell zum Palmbuschen. Er ist streng geschützt, stark duftend und sehr giftig.

3. Duft-Schneeball (Viburnum farreri)

  • Aussehen: Er ist ein aufrecht wachsender, ca. 2 Meter hoher Strauch mit reicher Blüte aus Rispen von kleinen rosaweißen Röhrenblüten.
  • Blüte: November bis April
  • Besonderheit: Die Blüten duften betörend stark. Neben der Hauptblüte im März und April kommen auch schon den ganzen Winter über vereinzelt Blüten.

4. Zaubernuss (Hamamelis intermedia)

  • Aussehen: Die duftenden Blüten des 3–4 Meter hohen Strauchs ähneln gelbroten, zerknautschten Papierpompons und stehen in den Blattachseln.
  • Blüte: Jänner bis April
  • Besonderheit: Die Blüten werden mit den Jahren mehr. Je kälter, desto länger blühen sie. Das Herbstlaub verfärbt sich wunderschön goldrot.

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5. Schlehdorn (Prunus spinosa)

  • Aussehen: Die weißen Blüten des dornenreichen, stark verzweigten Wildstrauchs ähneln Kirschblüten und kommen lange vor den Blättern.
  • Blüte: März und April
  • Besonderheit: Die wachsüberzogenen blauschwarzen Früchte schmecken sehr herb, nach ersten Frösten milder. Aus ihnen macht man Schnaps und Marmeladen.

6. Winterkirsche (Prunus subhirtella autumnalis)

  • Aussehen: Sie wächst als Großstrauch oder Kleinbaum mit weißen Schalenblütenbüscheln, die nach und nach mehr werden.
  • Blüte: November, Dezember und März, April
  • Besonderheit: Am längsten halten die bei Starkfrost empfindlichen Blüten, wenn sie sonnig vor schützenden Mauern wachsen. Ideale Barbarazweigerln!

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7. Haselnuss (Corylus avellana)

  • Aussehen: Die Sträucher werden mehrere Meter hoch. Ihre Blüten ähneln langen, paarigen Hängewürstel, dicht bedeckt mit gelben Pollen.
  • Blüte: Februar bis März
  • Besonderheit: Sie sind ideale Heckensträucher. Pollenallergikern macht die Haselblüte aber sehr zu schaffen. Im September und Oktober erntet man die Haselnüsse.

8. Zierquitte (Chaenomeles japonica)

  • Aussehen: Die Zierquitte ist ein ca.1 Meter hoher, dorniger Strauch mit großen, orange- bis ziegelroten Schalenblüten, die oft in Büscheln stehen.
  • Blüte: März bis Mai
  • Besonderheit: Ihre gelben Früchte ähneln Quitten und können wie diese zu Mus oder Gelee verarbeitet werden. Sie sind sehr reich an Vitamin C.

Schneebälle als Pollenweide

Obwohl ihre Hauptblüte im Februar, März oder April liegt, öffnen einige von diesen Sträuchern für den Garten ihre ersten Blüten noch mitten im Winter. Das gilt etwa für die weißen Schalenblüten der Winterkirsche, die bereits vor Weihnachten vereinzelt auftauchen, um sich dann im März und April wie ein duftiges weißes Kleid über alle Äste des Strauchs zu legen. Auch der Duft-Schneeball mit seinen rosaweißen, stark duftenden Blütenrispen blüht doppelt.

Die letzten Insekten des Jahres und die ersten des neuen Frühjahrs suchen ihn gleichermaßen als Pollenweide auf. Sein süßlicher Duft ist so intensiv und angenehm, dass es schlau ist, ihn an einen häufig frequentierten Ort zu setzen. Vor einem dunkleren Hintergrund kommen die Blüten, die anfangs noch an blattlosen Zweigen stehen, besonders gut zur Wirkung. Auch die frühlingshaft blühende Zaubernuss kommt am besten vor einer Schuppenwand oder einer Hecke mit dunklem, immergrünem Laub zur Wirkung. Das betont ihre je nach Sorte gelben oder roten Blütenpuschel, die an vielfüßige Spinnen oder an Papierpompons erinnern.

Dirndln und Pfeifenputzer

Eine wichtige frühe Insekten-, vor allem Bienenweide ist die heimische Kornelkirsche, die man bei uns eher unter ihrem Volksnamen Dirndl kennt. Die Blüte dieses Wildstrauchs beginnt an Südhängen schon im Februar. Etwas später tauchen große Dirndl-Bestände, wie es sie etwa entlang der niederösterreichischen Flüsse Traisen und Pielach gibt, ganze Landstriche in leuchtendes Gelb. Im Garten ist sie ebenso wie die Haselnuss mit ihren Blütenwürsteln oder die Schlehe mit ihrem dichten weißen Frühjahrsblütenkleid eine wunderbare Pflanze für Wildstrauchhecken.

Ganz andere Blütenfarben bringen Seidelbast und Zierquitte in den Garten. Ersterer ist ein unauffälliger Strauch, der seine Schönheit erst aus der Nähe entfaltet. Auf kalkigem Boden in Hausnähe gepflanzt, sorgt er für zartlila, direkt am Holz austreibenden Blütenflor, der seine Ästchen wie Pfeifenputzer aussehen lässt und betörend duftet. Nicht zu übersehen ist hingegen die Zierquitte: Sie ist im Frühling übersät mit orangeroten oder ziegelroten Schalenblüten. Das schreit geradezu nach Alleinstellung irgendwo auf einer Rasenfläche.

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