Am 19. Februar hätte Johann „Hans“ Hölzel seinen 62. Geburtstag gefeiert. Falco kommt jedoch vor 21 Jahren bei einem Autounfall in der Karibik ums Leben.

Der Mythos um Österreichs wohl größten Popstar ist auch 21 Jahren nach seinem Tod nicht erloschen: Falco, der am 6. Februar 1998 in der Dominikanischen Republik im 41. Lebensjahr bei einem Autounfall ums Leben kommt, wurde als Johann Hölzel am 19. Februar 1957 in Wien geboren. Er sollte ein Protagonist der hedonistischen 80er-Jahre werden und nicht nur die heimische Musikszene prägen.

Wir haben sieben spannenden Fakten über Falco recherchiert:

1. Sein Name

Warum heißt Falco eigentlich Falco? Am Neujahrstag 1977 sah Hans Hölzel, der zu dieser Zeit in Berlin lebte, gemeinsam mit Freunden die „Vierschanzen-Tournee“ im Fernsehen an. Und ein Athlet versetzt den Wiener in Euphorie: Falko Weißpflog aus der DDR. „Er war mutig und hatte so’n rasanten Haarschnitt“, wird Hölzel später zitiert. Seinen Freunden soll er sofort gesagt haben: „Ab sofort heiße ich Falko!“ Später wurde noch aus dem „k“ ein „c“. Die beiden sind sich übrigens nie begegnet.

2. Ein Drilling

Falco wurde am 19. Februar 1957 als Sohn von Alois und Maria Hölzel in Wien geboren. Er war der einzige Überlebende von Drillingen. Seine Mutter hatte die anderen zwei Kinder bereits im dritten Schwangerschaftsmonat verloren. Hans Hölzel wuchs als Einzelkind auf.

3. Wichtigste Vertrauensperson

Nach der Trennung seiner Eltern wächst Falco in der Obhut seiner Mutter sowie Großmutter auf. Maria Hölzel bleibt ein Leben lang seine wichtigste Vertrauensperson. Mit bereits 16 Jahren verließ er die Schule und hielt sich mit verschiedenen Gelegenheitsjobs über Wasser. Seine Mutter hätte gern einen Beamten aus ihm gemacht und schickte ihn zur Österreichischen Pensionsversicherungsanstalt. Doch er hatte andere Pläne und brach die Lehre vorzeitig ab.

4. Stiege und Gasse

In Wien erinnert heute die „Falco-Stiege“ bei der U-Bahn-Station Kettenbrückengasse im fünften Bezirk an den Sänger. In Margareten lebte Hans Hölzel viele Jahre. Im Juni 2009 bekam er auch noch – in Anwesehheit seiner Mutter – seine eigene Gasse: Die Falcogasse in der Donaustadt. Laut Melderegister war Falco dort von 1975 bis 1996 gemeinsam mit Mama Maria gemeldet. Falco selbst hat dort nur kurze Zeit gewohnt. Er war aber häufig bei seiner Mutter zu Besuch.

5. Begräbnis und Grab

Zu Falcos Begräbnis am 14. Februar 1998 kamen über 4000 Fans, darunter auch viele Prominente wie beispielsweise Niki Lauda. Manche Fans zollten dem Sänger in schwarzen Anzügen und mit dunklen Sonnenbrillen ihren Respekt. Die Mitglieder der Wiener Motorradgang „MC Outsider Austria“, die im Musik-Video von „Rock me Amadeus“ mitgespielt hatten, trugen seinen Sarg. Für ihn wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof ein Ehrengrab (Reihe 40) errichtet. Als Maria Hölzel im April 2014 im Alter von 87 Jahren verstarb, wurde sie auf eigenen Wunsch im Grab ihres Sohnes Falco beigesetzt.

6. An der Spitze der US-Billboard-Charts

Im März 1986 gibt es eine Premiere zu feiern: Mit „Rock Me Amadeus“ landet Falco als erster – und bis heute auch einziger – deutschsprachiger Popmusiker an der Spitze der US-Charts. Drei Wochen hält sich die Nummer auf Platz eins, Falco war auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Nena hingegen konnte ihre „99 Luftballons“ zwei Jahre davor „nur“ auf Rang zwei schweben lassen.

7. Der Jeanny-Skandal

Mit dem Lied „Jeanny“ sowie dem dazugehörigen Musik-Video sorgt Falco 1985 für einen Skandal: Der Text verharmlose eine Vergewaltigung, lauten die Vorwürfe – auch wenn nicht ausdrücklich von Gewalt die Rede ist. Weiters lässt er sich im Video als Psychopathen darstellen, der ein junges Mädchen ermordet. Obwohl nur Anspielungen auf den Mord gezeigt werden, wird das Lied in Deutschland von mehreren Sendern boykottiert.

Alles zu Austropop-Legenden