Als Auftragskiller wurde Jean Reno weltberühmt. Dass Reno ursprünglich gar nicht aus Frankreich stammt, er einem König seine Stimme lieh und welche preisgekrönte Delikatesse er in seiner Freizeit herstellt, erfahren Sie hier: Wir haben 7 überraschende Fakten zu Jean Reno, die Sie sicher noch nicht kannten.

1.) Der Franzose aus Marokko:

Vielen ist Jean Reno als französischer Schauspieler bekannt, doch der Weg dahin war lang für den 69-Jährigen. Reno wurde 1948 als Juan Moreno y Herrera Jiménez in Marokko geboren, seine Eltern waren zuvor vor dem Franco-Regime in Spanien geflüchtet. Im Alter von zwölf Jahren schickten ihn seine Eltern auf eine Schule im französischen Montpellier. Obwohl Reno nur zwei Jahre später zurück nach Marokko musste, wusste er, dass er sein Leben in Frankreich verbringen möchte. Mit 19 Jahren trat er in die französische Armee ein, um schneller die Staatsbürgerschaft zu erhalten. Er selbst sagte in einem Interview: „Erst ging ich zur Armee, dann zog ich nach Paris. Als ich in Paris lebte und wahlberechtigter Bürger war, da wuchs langsam dieses Gefühl, Franzose zu sein.“ Mittlerweile ist Reno sogar Träger des Ordens der französischen Ehrenlegion.

2.) Sein Wegbereiter:

Sehr viel zu verdanken hat Reno einer Freundschaft, die im Jahr 1981 begann. Damals lernte er den Regisseur Luc Besson kennen, der in ihm sofort einen brillanten Schauspieler erkannte. Besson besetzte zunächst kleinere Rollen mit Jean Reno, und verhalf ihm letztendlich auch zum Durchbruch. Mit „Im Rausch der Tiefe“ erlangte Reno erstmals die Aufmerksamkeit der breiteren Öffentlichkeit, danach spielte er zwei Mal unter Besson einen Auftragskiller: in „Nikita“und „Leon – Der Profi“.

3.) Der Beginn einer schillernden Karriere:

Die Kinder der 80er- und 90er-Jahre wurden von Disneys „Der König der Löwen der Löwen“ geprägt. Was die wenigsten wissen: auch Jean Reno wirkte an dem Film mit. König Mufasa, dessen Stimme im englischen Original vom legendären James Earl Jones gesprochen wurde, leiht in der französischen Version Jean Reno seine Stimme.

4.) Der Trauzeuge aus dem Elysee-Palast:

Sucht man nach einem besonders guten Beispiel für Patchwork-Familien, ist man bei Jean Reno genau richtig. Der Schauspieler ist in dritter Ehe verheiratet und hat sechs Kinder von drei verschiedenen Frauen. Seine dritte Ehe bezeugte im Juli 2006 ein ganz besonderer Gast. Nicolas Sarkozy persönlich fungierte neben Renos Freund Johnny Hallyday als Trauzeuge bei der Hochzeit von Jean Reno und Sofia Borucka. Im Jahr darauf unterstützte Reno Sarkozys Wahlkampf, der letztendlich nicht von Erfolg gekrönt war.

5.) Godzilla statt Neo:

Zu Hollywood gehören sie mittlerweile schon wie das Amen zum Gebet: die Geschichten darüber, wer welche spektakulären Rollen abgelehnt hat. Im Fall von Jean Reno war es im Jahr 1998 eine äußerst schwierige Wahl. Ihm wurde die Rolle des Agenten Smith, des Gegenspielers von Neo, in der Matrix-Trilogie angeboten. Gleichzeitig lag aber auch ein Angebot für Godzilla auf dem Tisch. Reno entschied sich für zweiteres Angebot. Ob das die richtige Wahl war, überlassen wir an dieser Stelle unseren Lesern.

6.) Bösewicht wider Willen:

In „Godzilla“ spielte Reno einen Geheimagenten. Um Rollen wie diese zu ergattern, musste der Schauspieler aber viele Jahre warten. Aufgrund seiner Körpergröße (1,88 Meter) und seiner Statur wurde er jahrelang nur als Bösewicht gecastet. Ein Schicksal, mit dem sich Reno bereits angefreundet hatte. In einem Interview meinte er dazu: „Du hast keine Kontrolle darüber, wie die Leute dich sehen, und wie sie über dich denken. Dein öffentliches Bild entsteht in den Köpfen der anderen. Mittlerweile kennt man Reno aber nicht nur als griesgrämigen Killer, sondern zum Beispiel auch als liebenswerten Koch in „Kochen ist Chefsache“.

7.) Olivenöl als Ausgleich:

Apropos Kulinarik: als Ausgleich zum aufwühlenden Schauspieler-Leben pflegt Reno in Südfrankreich einige Olivenhaine. Sein eigenes Olivenöl gewann bereits mehrere Preise. Zu seinen großzügigsten Hobbys zählen auch das Essen und das Kochen.