Warum Richard Gere in China unerwünscht ist und den Titel „Sexiest man alive“ gar nicht haben will. Wir haben 7 erstaunliche Fakten zum Hollywood-Star, die Sie vermutlich noch nie gehört haben.

1.) Die große Liebe: Musik

Viele Darsteller offenbaren in Interviews, dass sie keine Ahnung haben, welchen Beruf sie ergriffen hätten, wenn es nicht mit der Schauspiel-Karriere geklappt hätte. In Richard Geres Fall ist es offensichtlich: Wenn nicht als Schauspieler, hätte er wohl als Musiker für Schlagzeilen gesorgt. Bereits im Kindesalter begann der heute 69-Jährige, Instrumente spielen zu lernen. Das funktionierte so gut, dass er in der Schule bereits Musicals und Theaterstücke komponierte und inszenierte. Die Liebe zur Musik blieb, und Gere konnte sich auch bei seinen Filmen künstlerisch entfalten. Bei den Dreharbeiten zu „Pretty Woman“ schrieb und spielte er das berühmte Klaviersolo selbst.

2.) Die schlechteste Entscheidung seines Lebens:

Man kennt sie ja, die Geschichten von abgelehnten Rollen, in Verbindung mit „Was-wäre-wenn-Geschichten“. In Richard Geres Fall ist es unter anderem die Hauptrolle in „Stirb langsam“, die er ablehnte und sich nach dem großen Erfolg von Bruce Willis wohl in den Allerwertesten beißen wollte. Noch schlimmere Folgen hatte das abgelehnte Angebot, Gordon Gekko in „Wall Street“ zu spielen. Bis heute bezeichnet Gere die Absage als die schlechteste Entscheidung in seiner Karriere.

3.) In China unerwünscht:

Bereits in den 80er-Jahren konvertierte Gere zum Buddhismus und gründete in New York ein „Tibet-Haus“, um seiner Begeisterung für Tibet Ausdruck zu verleihen. Nachdem der Star bei der Oscar-Verleihung 1993 die Rolle Chinas im Unabhängigkeitsbestreben der Tibetaner scharf kritisierte, wurde er bei den Chinesen zur persona non grata erklärt. China untersagte Gere als Reaktion auf die Rede die Einreise. Bis heute unterstützt Gere den Kampf Tibets um einen eigenständigen Staat.

4.) Hobby: Präsidenten-Kritik

Nicht nur am internationalen Parkett, auch innerhalb der nationalen Grenzen der USA meldet sich Richard Gere immer wieder gerne bei politischen Fragen zu Wort. Der US-Präsident ist dabei ein beliebtes Ziel starker Kritik. George W. Bush bezeichnete er in einem Interview 2007 als Lügner, auch die weiteren Regierungsmitglieder würden es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Zehn Jahre später hatte er auch zu Donald Trump einen flotten Spruch zu bieten. Bei einem Medientermin meinte Gere zum aktuellen US-Präsidenten: „Trump ist ein gefährlicher Clown!“

5.) Vaterfreuden:

In vielen seiner Filme spielt Richard Gere erfolgreiche, aber kinderlose Ehrgeizlinge. Im echten Leben pflegte er lange Zeit einen ähnlichen Lebensstil: bis zum 50. Lebensjahr. Spät, aber doch kam Gere zu Vaterfreuden, als seine zweite Frau Carey Lowell Söhnchen Homer James Jigme Gere im Februar 2000 zur Welt brachte.

6.) Der „Sexiest man alive“, der keiner sein will:

1993 und 1999 wurde Richard Gere zum „Sexiest man alive“ gekürt. Nach seiner Ehe mit Cindy Crawford und vielen angeblichen Affären wurde sein Ruf als Herzensbrecher immer weiter gefestigt. Doch damit wollte Gere nie etwas zu tun haben. „Dieser ganze ‚Sexiest-man-alive-Quatsch‘ und das mediale Grundrauschen“, das sind alles nur Nebengeräusche. „Man muss realistisch bleiben und sich auf das Wesentliche konzentrieren.“ Das Wesentliche sind für Gere sein Einsatz gegen AIDS, seine Aktivitäten in seiner Tibet-Stiftung und die Schauspielerei. Auf die ist er eigentlich schon lange nicht mehr angewiesen. In einem Interview meinte er: „Ich habe für dieses Leben finanziell längst ausgesorgt. Aber ich mache weiterhin Filme, weil mir die Schauspielerei einfach immer noch riesigen Spaß macht.“

7.) Er mag „Pretty Woman“ nicht!

Man möchte meinen, es gibt keine Menschen, die beim Genuss von „Pretty Woman“ nicht in sentimentale Schwärmerei verfallen. Aber es gibt sie doch: und Richard Gere ist einer davon! Zu jenem Film, mit dem ihn die meisten Zuschauer bis heute in Verbindung bringen, fallen dem Schauspieler eigentlich nur negative Dinge ein. „Als ich zu dem Film Jahre später befragt wurde, hatte ich schon wieder ganz vergessen, dass ich ihn gemacht habe. Es ist eigentlich eine alberne romantische Komödie, in der Leute gut aussehen, die unverantwortlich Firmen in den Ruin treiben.“ Starker Tobak, aber wer Gere kennt, weiß, dass er sich eben nie ein Blatt vor den Mund nimmt.

TV-Tipp:

Richard Gere als Jazz-Musiker, der sich in eine Gangster-Braut verliebt, zu sehen in „Cotton Club“ am Mittwoch, 1. Mai 2019, ab 22 Uhr bei ServusTV.