Alvaro Bautista behauptet, dass er zu Honda wechselt, weil sich Ducati bereits mit Scott Redding einig war – Ducati-Boss Claudio Domenicali reagiert auf Twitter.

Im Lager von Ducati und speziell in der Box der Startnummer 19 ist die Stimmung derzeit angespannt. Seit den gescheiterten Vertrags-Verhandlungen im Sommer zeigt Alvaro Bautista schwankende Leistungen und hat binnen weniger Renn-Wochenenden eine souveräne WM-Führung in einen großen Rückstand verwandelt.

Am Rande des WSBK-Events in Magny-Cours kam es jetzt zu einem weiteren Kapitel im Rosenkrieg mit Ducati. Im Gespräch mit ‚GPOne.com‘ behauptete Bautista, dass Ducati für das Aus nach nur einer Saison verantwortlich ist. Nämlich deshalb, weil die Roten bereits Scott Redding verpflichtet hatten, bevor sich Bautista final zu seiner Zukunft äußerte.

So tickt Alvaro Bautista

Bautista: „Ich bin kein Verräter“

„Ich bin kein Verräter, weil ich nach wie vor mit Ducati um Siege kämpfe“, stellt der Spanier klar. „Es war eine Kombination von Ereignissen. Und es war ein bisschen merkwürdig. Ducati entschied, Redding zu nehmen – und ich traf meine Entscheidung.“

„Hätte Ducati wirklich so gehandelt, wenn sie mich hätten behalten wollen?“, fragt sich der Spanier, der zu Saisonbeginn mit Ducati von Sieg zu Sieg fuhr. Laut Insidern soll Bautista bei Honda deutlich mehr verdienen, als er bei Ducati bekommen hätte. „Schlussendlich liegt es nicht nur am Geld. Entscheidend ist das Paket“, stellt er klar.

Ducati-Geschäftsführer Claudio Domenicali hatte sofort ein Reaktion auf Bautistas Äußerungen parat. „Bautista hat behauptet, dass er Ducati für Honda verlassen hat, weil wir Scott verpflichtet haben. Das Geld wäre nicht der Grund gewesen. Wir haben ihm ein Angebot mit sechs Nullen in zwei Jahren gemacht, und er hat abgelehnt. Er wollte mehr – das war der einzige Grund.“