Zwischen sanften Hügellandschaften im milden Norden und romantischen Ausläufern der Alpen im Süden liegt das Mostviertel. Bekannt ist es vor allem für seine Gaumenfreuden. Die Region verdankt ihren Namen jedoch den vergorenen fruchtig-süßen Birnen.

In dieser „Heimatleuchten“-Sendung wird das Mostviertel von einer neuen Seite präsentiert. Von jahrhundertealter Handwerkskunst über kulinarische Schätze, bis hin zu besonderen Destinationen für Eisenbahnliebhaber und Canyoning-Abenteurer.

Mostbauer mit Leib und Seele

Anton Distelberger Senior vereint die Kulinarik seiner Heimat mit der lokalen Handwerkskunst. Das Urgestein des Mostviertels hatte vor rund 50 Jahren das Ziel, die regionale Kultur für die nächste Generation zu bewahren. Auf seinem Hof hat er die größte volkskundliche Privatsammlung mit 22.000 Exponaten. Dort erlebt man eine Zeitreise in die Geschichte des Genussrefugiums. Spielzeuge vergangener Generationen und Werkstätten von 20 unterschiedlichen Handwerkern lassen das Mostviertel wieder zum Leben erwachen.

Der Mostheurige

Auf ein geselliges Beisammensein lädt der „Mostheurige Distelberger“ ein. Im Sommer können es sich die Gäste auch im lauschigen Innenhof des Vierkanthofs gemütlich machen. Doris Farthofer hat sich in ihrer Mostelleria dem vergorenen Saft verschrieben. Das Obst pflückt sie selbst per Hand, da sie einen besonderen Wert auf Nachhaltigkeit legt.

Kulinarische Köstlichkeiten

Schon in jungen Jahren war Theresia Palmetzhofer klar, dass sie eines Tages die Gastwirtschaft ihrer Eltern übernehmen wird. Die Gastronomin konnte in Europas Top-Küchen in die vielfältige Esskultur eintauchen und ihr Handwerk professionalisieren. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen kam Theresia schließlich zurück zu ihren Wurzeln. In ihrer Heimat Neuhofen an der Ybbs hat sie sich bereits die zweite Haube erkocht. Die Haubenköchin experimentiert gerne. Das zeigt sich beispielsweise auch bei ihrer mutigen Kombination von Maishuhn mit Sellerie und Wassermelone. Jedoch findet sie, dass leckere Gerichte nicht zwangsläufig außergewöhnlich sein müssen. Daher kocht sie sowohl mit ausgefallenen Lebensmittel als auch mit traditionellen Zutaten wie Grammeln oder Kraut.

Besondere Erlebnisse im Mostviertel

Jeden ersten Sonntag im Monat heizt der leidenschaftliche Lokführer Erich Dürnecker die vom „Eisenbahnclub Mh6“ restaurierte Dampflokomotive ein. Danach startet die Sonderfahrt zwischen Sankt Pölten und Mariazell. Mit den beiden Canyoning-Guides Markus Schnabl und Janine Jakubik geht es durch den atemberaubenden Lassingfall. Die Biologin Ingrid Kohl setzt sich im Dürnsteiner Wildnisgebiet für die Wiederansiedelung von Habichtskauzen ein. Josef Wieser gibt einen Einblick in die Naturkeramik-Produktion.

Heimatleuchten: Blüten, Birnen und Barone – Das Mostviertel zu sehen am 27.09., ab 20:15 Uhr