Alt trifft auf Neu, Tradition auf Moderne. Die Dokumentation „Junge Wilde – altes Handwerk“ (Freitag, 25.5., 21.15 Uhr bei ServusTV und um 22.20 bei ServusTV Deutschland) zeigt mit welchen kreativen Ideen junge Menschen das Traditionelle bewahren aber gleichzeitig „entstauben“ wollen.

Von den Original Goiserer Schuhen, über moderne Hutkreationen für Hollywoodstars bis hin zu Tierpräparator und Hufschmiedin. Mit viel Mut und Engagement wagen sie etwas Neues – und vollziehen so einen Generationenwechsel im heimischen Handwerk.

Der original „Goiserer“ neu belebt

Philipp Schwarz liebt sein Handwerk. In seinen Maßschuhen vereint er Originalität, Kreativität und Beständigkeit, aber vor allem macht es ihm einfach Freude einen Schuh vom ersten bis zum letzten Handgriff selbst zu machen. Er stellt in seiner Werkstatt unweit des Hallstätter Sees die Originalen „Goiserer“ her, Bergschuhe, Damenschuhe und auch mal Schuhe aus Straußenleder – alle noch mit der Originalen Zwienaht, hochwertig und präzise von Hand gefertigt. 

Schuhmachermeister Philipp Schwarz beim Arbeiten in seiner Werkstatt

Die letzte Hutmachermeisterin Österreichs

Julia Cranz aus Eichgraben in Niederösterreich ist die letzte ausgebildete Hutmachermeisterin Österreichs. Nach dem Besuch der Modeschule begann sie Hüte – spezialisiert auf Damenhüte – zu gestalten. Mittlerweile arbeitet sie auch international, hat Shops in Venedig und Ibiza und ihre Kunden heißen Sarah Jessica Parker, Grace Jones, Jan Delay oder Anna Netrebko. Für die arbeitet die Designerin mit Nieten, Federn, Perlen, Wildschweinzähnen oder sogar Ohren. In ihrem Atelier in Eichgraben designt sie Klassiker wie die Melone, aber auch moderne Hut-Kunstwerke. 

Hutdesignerin Julia Cranz (rechts) mit einem Model

Dreikant: Außergewöhnliche Möbelstücke

Was passiert, wenn drei Schulfreunde davon träumen zusammen eine Firma zu gründen? Es bleibt oft beim Traum oder sie werden zu den Shootingstars der Möbeldesignszene. So wie Matthias Lienbacher, Stefan Rehrl und Mario Siller – alias „Dreikant“. Sie sorgen mit ihren Unikaten aus Holz und Metall für Furore.

Dreikant

The Barber: Bartpflege als Besonderheit

Der Tiroler Sebastian Pfister, bekannt als „The Barber“, trat nach der Matura in die familiären Fußstapfen. Wie sein Großvater und Vater machte er die Ausbildung zum Frisör. „Ich wollte mit ‚The Barber‘ wieder etwas Besonderes schaffen. Für unsere Gäste soll der Besuch bei uns nicht nur ein Mittel zum Zweck sein, sondern ein Erlebnis.“ Sebastian kümmert sich um die fachmännische Haar- und Bartpflege in seinen Salons in Salzburg und im Zillertal. Der Bart ist wieder im Trend, will gehegt und gepflegt werden – das hat Sebastian Pfister schon 2014 erkannt und die Tradition der Barber-Shops neu belebt. 

Sebastian Pfister

Hufschmiedin: Knochenjob aus Leidenschaft

Bettina Mayer hat sich einen wahren Knochenjob ausgesucht: sie ist Hufschmiedin aus Leidenschaft. Ihre tierischen Kunden sind deutlich größer, schwerer und stärker als sie. Ihre Dienste am Pferd sind unverzichtbar. Der 23-jährige Andreas Wallner aus Niederösterreich wurde über die Jagd auf die Präparation von Jagdtrophäen aufmerksam. Der junge Bursche entschied sich, den heute eher außergewöhnlichen Beruf „Tierpräparator“ zu erlernen. Dafür braucht er nicht nur hohe handwerkliche, sondern auch künstlerische Fähigkeiten, um den Kadavern das naturgetreue Aussehen ihrer lebenden Vorbilder zu geben. 

Bettina Mayer

Die Donauwirtinnen

Fabian, Philipp, Lukas & Dominik betreiben die „Donauwirtinnen“, ein Wirtshaus in Alturfahr in Linz, nach ihren ganz persönlichen Vorstellungen. Sie verbinden traditionelle Küche mit neuen, kreativen Ideen. Dabei kaufen sie nur Grundprodukte aus dem direkten Umfeld, meistens aus dem Mühlviertel und natürlich bio!