Neueste Entwicklung rund um die „Operation Aderlass“: Sportler aus acht europäischen Nationen sind betroffen. Eine fünfte verdächtige Person ist in U-Haft.

In der aktuellen Blutdoping-Causa um die „Operation Aderlass“ stehen laut aktuellem Erkenntnisstand der deutschen Behörden 21 Athletinnen und Athleten aus acht europäischen Nationen unter Verdacht. Das gab die zuständige Doping-Schwerpunktstaatsanwaltschaft München am Mittwoch bekannt. Namen wurden aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen nicht genannt.

Fünf Sportarten betroffen

Laut Staatsanwalt Kai Gräber sind fünf Sportarten, darunter drei aus dem Wintersport betroffen. Im Zeitraum von Ende 2011 bis zu den Razzien in Seefeld und Erfurt Ende Februar soll insgesamt eine dreistellige Anzahl von Blutentnahmen und Rückführungen stattgefunden haben. Diese seien in mehreren europäischen Nationen, aber auch in Südkorea, wo 2018 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben, und auf Hawaii durchgeführt worden.

Fünfte Person verhaftet

Das hätten die Ermittlungen und insbesonders die Befragung des mutmaßlichen Haupttäters – ein deutscher Sportmediziner – ergeben, so Gräber. Neben dem Arzt und seinen verdächtigen Komplizen ist am Montag auch noch eine fünfte Person in Untersuchungshaft genommen worden, berichtet der Staatsanwalt. Bisher sind fünf Langläufer, darunter die Österreicher Max Hauke und Dominik Baldauf, und die zwei österreichischen Radprofis Stefan Denifl und Georg Preidler als mutmaßliche Kunden des Mediziners namentlich bekannt. (APA)

Hauke und Baldauf: Die beiden Dopingsünder