Lukas Weißhaidinger ging im Diskus-Finale volles Risiko und holte die erste österreichische Männer-Medaille bei einer Leichtathletik-WM überhaupt.

„Wir werden sie auf alle Fälle abfeiern, es ist eine Medaille auf Weltniveau. Wer weiß, wie oft man so was erreicht“, freut sich Diskuswerfer Lukas Weißhaidinger über seine historische Bronze-Medaille. Für den Oberösterreicher lief es in Doha zu Beginn gar nicht gut. Sein Lieblingsdiskus war abgelehnt worden. Die Quali fürs Finale schaffte er mit einem Ersatzdiskus nur knapp. Dieser musste auch für die Medaillenentscheidung herhalten.

„Es war extrem eng, ein Wahnsinn“

Im Finale Montagabend hätte es kaum besser laufen können. Gleich der erste Wurf brachte Zuversicht. „Der ist mir voll aufgegangen. Das war genau das, was ich wollte. Ein paar Würfe habe ich dann in den Sand gesetzt, weil mit der Diskus aus der Hand gerutscht ist“, sagte Weißhaidinger. Auf Weltmeister Daniel Stahl (SWE) fehlten am Ende nur 77 Zentimeter, auf Fedrick Dacres (JAM, Silber) gar nur 12 Zentimeter.

18 Jahre Durststrecke für Österreich

Für den ÖLV war es die erste Männer-Medaille bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften überhaupt. Bisher gewannen ausschließlich Damen Edelmetall. 2001 holte Stephanie Graf über 800 Meter Silber, 1993 Sigrid Kirchmann im Hochsprung Bronze. (RED/APA)

30. September – Der Sporttalk am Montag