Mit dem Sieg im Super-G beim Weltcup-Finale in Andorra sichert sich der Südtiroler Dominik Paris seine erste Kristallkugel.

Weltmeister Dominik Paris hat auch das letzte Speed-Rennen der Herren gewonnen und sich erstmals eine Kristallkugel gesichert. Der Südtiroler Seriensieger setzte sich am Donnerstag beim Finale in Soldeu im Super-G vor Mauro Caviezel (SUI) und Vincent Kriechmayr durch und war damit auch in der Disziplinen-Wertung Erster. Auch Kriechmayr hatte auf dem Papier noch Chancen gehabt.

Südtiroler in Hochform

Gleich sechs Fahrer waren mit theoretischen Kugelchancen in den letzten Super-G gegangen. Nur Dominik Paris hatte es aber mit einem Podestplatz selbst in der Hand gehabt. Der seit Wochen in Hochform fahrende Südtiroler ließ nichts mehr anbrennen und machte mit seiner Bestzeit schon alles klar, während das Rennen noch lief. Paris komplettierte sein zweites Speed-Double nach Kvitfjell in Folge und feierte seinen 16. Weltcupsieg, den vierten im Super-G. Nach sieben Jahren Norwegern in Folge ist er nun auch der erste Super-G-Kugelgewinner aus Italien seit Peter Runggaldier 1995.

Sieben Weltcup-Siege

„Auf allen Verhältnissen der Beste zu sein, bedeutet einem Skifahrer am meisten“, sagt Dominik Paris im Fernsehen. Sieben Weltcuprennen hat Paris in diesem Winter gewonnen und ist zudem in Schweden Weltmeister im Super-G geworden.

Kriechmayr als Gesamtzweiter

Vincent Kriechmayr war mit 44 Punkten Rückstand auf Dominik Paris ins letzte Speed-Rennen gegangen und beendet die Disziplinen-Wertung auch als Zweiter. Seine Saison bezeichnete er als „definitiv gut“, die WM sei mit zwei Medaillen super gewesen. Für den Weltcup habe er sich ein anderes Ziel gesteckt. „Die ganze Mannschaft wollte um eine Kugel mitfahren. Das ist uns nicht gelungen. In der Hinsicht müssen wir uns schon Kritik gefallen lassen. Trotzdem war es eine super Saison für mich, Zweiter ist auch nicht selbstverständlich.“ Das Ziel war gewesen, die erste Speed-Kugel seit 2008 und Hannes Reichelt im Super-G sowie 2012 und Klaus Kröll in der Abfahrt zu holen. Das misslang. Die Wartezeit wurde verlängert.

Am Donnerstag war der 38-jährige Salzburger Reichelt hinter Kriechmayr (3.), Matthias Mayer (6.) und Christian Walder (10.) als Elfter viertbester ÖSV-Fahrer. „Ich wollte vorne mitmischen, war aber zu langsam“, sagt Kriechmayr. „Dominik hat die letzten vier Rennen gewonnen und hat mit der WM acht Saisonsiege. Das ist unglaublich.“ (APA)

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