Das topgesetzte Österreicher-Duo Oliver Marach und Jürgen Melzer hat sich in der ersten Runde in Kitzbühel gegen die Argentinier Leonardo Mayer/Andres Molteni durchgesetzt.

Semifinale in Stuttgart, Finale in Umag, ATP-500-Titel in Hamburg. Und nun einmal als erster Schritt Viertelfinale in Kitzbühel. Das topgesetzte Österreicher-Duo Oliver Marach und Jürgen Melzer hat sich am Dienstag in der ersten Runde des Generali Open in Kitzbühel gegen die Argentinier Leonardo Mayer/Andres Molteni mit 7:6 (9), 2:6, 10:3 durchgesetzt.

„Wir haben im ersten Satz gefühlte 100 Breakbälle gehabt, die wir nicht genutzt haben und dann trotzdem noch gewonnen. Im zweiten Satz hatten wir am Anfang ein bisserl einen Hänger und da sieht man, wie schnell es geht, wenn man ein bisserl nachlässt“, bezog sich Jürgen Melzer auf den verlorenen Satz. Im Champions-Tiebreak habe man dann aber souverän gespielt.

„Viel Selbstvertrauen“

„Es hilft natürlich, wenn man mit so viel Selbstvertrauen kommt von den letzten Wochen.“ Allerdings, das gestanden beide Spieler, sei man nach den Anstrengungen der vergangenen Wochen am Limit. „Einmal Finale und ein Sieg und wir haben nebenbei sehr viel trainiert, weil wir sehr viel gearbeitet haben an unserem System mit dem Thomas Strengberger, der uns sehr geholfen hat“, erzählte Marach. „Man sieht was passieren kann, weil vor drei, vier Wochen haben wir noch nicht einmal ansatzweise so gespielt wie jetzt.“ Marach freute sich auch über die Performance seines Partners. „Ich bin voll zufrieden, Jürgen hat letzte Woche in Hamburg unglaublich gespielt.“

Interview mit Jürgen Melzer und Oliver Marach

Herausgefunden hat man inzwischen, dass Linkshänder Melzer auf der rechten Seite spielt. „Es ist für uns ein Vorteil, wenn ich rechts spiele. Und wir haben noch Potenzial nach oben, da ist noch viel drinnen und das bereitet mir eine Freude.“

Platz 22 im Race haben die beiden nach so kurzer Zeit schon, ans Masters in London will Melzer noch nicht denken. „Da muss noch viel passieren, da muss man die Kirche im Dorf lassen. Klar, wenn du bei einem 1000er durchschießt, sag niemals nie.“ Vorwiegend denkt Melzer aber an 2020. „Ich glaube, dass wir uns heuer in eine gute Position für nächstes Jahr bringen müssen. Dann ist das Ziel 2020 natürlich das Masters.“

Marach: Tokio im Visier

Marach sieht es ähnlich und beide haben freilich auch einen Trip zu den Olympischen Spielen in Tokio im Visier. „Ein rein-österreichisches Doppel ist super fürs Land und für Olympia sicherlich auch eine sehr gute Option. Wenn wir so weiterspielen, sind wir sicher ein sehr gefährliches Doppelteam.“ (APA)

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