Der ehemalige ÖSV-Athlet erhielt wegen seiner Dopingvergehen eine lebenslange Sperre.

Der frühere Skilangläufer Johannes Dürr wurde nach einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil der österreichischen Anti-Doping Rechtskommission (ÖADR) rechtskräftig lebenslang gesperrt. Dem Niederösterreicher, der wegen EPO-Dopings bereits 2014 für zwei Jahre gesperrt worden war, wurden nun mehrere weitere Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen nachgewiesen.

Lange Doping-Geschichte

Die Vergehen, die zur Strafe führten, sind der Besitz und die Anwendung einer verbotenen Methode (Blutdoping), von verbotenen Substanzen (Wachstumshormon), die Inverkehrbringen einer verbotenen Substanz, die Verabreichung einer verbotenen Methode und die Beihilfe zu Dopingverstößen. Alle Ergebnisse von Dürr ab dem 26. Februar 2016 sind nun annulliert. Die Resultate der zwei Jahre davor waren bereits nach dem ersten Verfahren gestrichen worden. Abgesehen von diesen sportrechtlichen Sanktionen muss Dürr als Beschuldigter im anhängigen Strafverfahren wegen Sportbetrugs auch eine Haftstrafe befürchten.

Erstmals wurde Johannes Dürr während den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 des Blutdopings überführt. Damals erhielt er eine Sperre von zwei Jahren. Nach Olympia 2014 betrieb er weiterhin Doping und arbeitete mit dem als mutmaßlicher Haupttäter des Doping-Netzwerk geltende deutsche Arzt Mark S. zusammen. (RED/APA)

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