Welche drei Dinge würdest du aus Salzburg mitnehmen, wenn …? Marco Rose entschied sich für seine Co-Trainer, Stefan Lainer und sehenswerten Fußball inklusive Tabellenführung.

Es ist gar nicht schlecht gelaufen für Borussia Mönchengladbach, als Sportdirektor Max Eberl eine überraschende und mutige Entscheidung traf. Obwohl die Fohlen um die Champions-League-Plätze mitspielten, verkündete Eberl im April 2019, den damaligen Trainer Dieter Hecking im Sommer zu ersetzen. Als Nachfolger präsentierte er jenen Mann, der damals sehr erfolgreich Red Bull Salzburg trainiert hat – Marco Rose. Und der brachte die Gladbacher bis an die Tabellenspitze.

Salzburger Spielweise mitgenommen

Hecking war über seinen Rauswurf naturgemäß wenig glücklich, dennoch fand er im Interview mit der Rheinischen Post lobende Worte für seinen Nachfolger: „Er ist sehr bodenständig, hat klare Werte, eine klare Ansprache und eine klare Spielidee. Ich glaube, dass Marco Rose eine sehr gute Wahl ist.“

Dieter Hecking sollte Recht behalten. Analytiker lobten die neue Spielweise der Gladbacher unter Rose. Er habe für Salzburg typische Elemente – Pressing, Gegenpressing, schnelles Umschalten – mitgenommen, analysiert der deutsche Taktik-Experte Luca Baier. Und, ganz wesentlich: „Der Kader gibt diese flexible und sehr fordernde Spielweise definitiv her. Diese Mischung aus Athletik, Technik und taktischer Cleverness ist bei nicht vielen Bundesligisten zu finden“, so Baier.

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Tabellenführung nach Blamage gegen WAC

Die Ergebnisse in den ersten Pflichtspielen der Saison stimmten, Konstanz fehlte noch. Die mit Abstand schlechteste Leistung zeigten die Gladbacher bei der 0:4-Heimniederlage in der Europa League gegen den Wolfsberger AC. Die Blamage war schnell abgehakt. Das Fußballgeschäft sei eben schnelllebig, meinte Rose: „Gestern haben wir uns noch über den Derbysieg in Köln unterhalten und wie toll das alles war. Heute reden wir über die größte Schande überhaupt.“

Rose brachte seine Gladbacher schnell wieder in die Spur. In der deutschen Bundesliga folgten drei Siege in Serie. Nach einem 5:1 gegen den FC Augsburg stand Mönchengladbach an der Tabellenspitze. Stefan Lainer verletzte sich in dieser Partie am Sprunggelenk. Den Salzburger hatte Rose wie die Co-Trainer René Maric und Alexander Zickler aus Österreich mitgenommen. 13 Tage nachdem er sich verletzt hatte stand Lainer gegen Borussia Dortmund wieder am Platz. Die Gladbach-Fans wählten ihn zum Mann des Spiels und der Verein feierte sein schnelles Comeback in einem Facebook-Posting: „Was für ein Kämpferherz!“

In Dortmund verloren die Fohlen trotz einiger guter Torchancen 0:1, blieben aber Tabellenführer. In der Europa League folgte ein spektakuläres 1:1 bei AS Roma. Erst in der 95. Minute traf Lars Stindl per Elfmeter zum Ausgleich. Der Kapitän war nach einem Schienbeinbruch und langer Pause zurückgekehrt. In der Liga folgte ein sehenswertes 4:2 gegen Eintracht Frankfurt.

DFB-Pokal-Schlager gegen Borussia Dortmund LIVE

Viel hat sich in Gladbach seit der Ankunft der Ex-Salzburger getan. Im DFB-Pokal treffen die Fohlen am Mittwoch, 30.10. auf Borussia Dortmund. In der Liga hatten die Gladbacher noch das Nachsehen, doch der BVB ist auf Formsuche. Zuletzt sorgte das irre Gerücht für Aufsehen, Startrainer José Mourinho könnte nach Dortmund kommen. Schon am Dienstag 29.10. empfängt der VfL Bochum den FC Bayern München. ServusTV überträgt beide Spiele live.

Dienstag, 29.10. ab 19:30 Uhr
DFB-Pokal, 2. Runde: VfL Bochum – FC Bayern München LIVE

Mittwoch, 30.10. ab 20:15 Uhr
DFB-Pokal, 2. Runde: Borussia Dortmund – Borussia M’gladbach LIVE