Die Eröffnung der Skisaison in Kitzbühel mit einem Schneeband im Grünen entfacht die Diskussion um Wintersport und Klimaschutz.

Ein 700 Meter langes Schneeband in Kitzbühel polarisiert Österreich. Die künstlich präparierte Piste hat nun die von Tourismusbetrieben sehnlichst erwartete Skisaison eingeläutet. Bei 20 Grad und strahlendem Sonnenschein schlängelt sich das weiße Band die ansonsten grüne Resterhöhe hinab. Für Umweltschützer und Klimaaktivisten ist das ein Graus. Die Tiroler Grünen sehen gar „die Piefkesaga in Realität umgesetzt“ und warnen vor einem fatalen Signal in Zeiten des Klimawandels.

Die Betreiber hingegen verweisen auf die vielen Vorteile des Projekts. Immerhin müssten die Skifahrer so nicht auf Gletscher ausweichen, und durch die besondere Präparierung würde der Schnee die gesamte Saison über konserviert. Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit seien auf diese Art vereint.

Ski-Verzicht fürs Klima?

Für Klimaschützer ist der Protest gegen das Schneeband aber nur der Anfang: Sie fordern ein Ende der künstlichen Beschneiung, sprechen von einem übertriebenen Raubbau an der Natur und verlangen ein radikales Umdenken in Sachen Wintersport. 

Ist der Protest der Umweltschützer Ausdruck einer generellen Klima-Hysterie oder berechtigte Kritik? Müssen wir den Wintersport-Tourismus in Zeiten des Klimawandels wirklich reduzieren? Welche Folgen hätte das für unsere Wirtschaft? Und wollen wir auf das Pistenvergnügen überhaupt verzichten?

Talk: Klimaschutz statt Wintersport?

Bei Michael Fleischhacker im Hangar-7 diskutieren der Chef der Bergbahn AG Kitzbühel Josef Burger, der Klubobmann der Grünen Tirol Gebi Mair, Klima-Aktivistin Julianne Fehlinger, Publizistin Birgit Kelle und Tourismusforscher Peter Zellmann.

Talk im Hangar-7: „Streit ums Schneeband: Klimaschutz statt Wintersport?“ am Donnerstag, 24.10., um 22:15 Uhr bei ServusTV.

Talk im Hangar-7 – Streit ums Schneeband: Klimaschutz statt Wintersport?