Am 5. November startet die zweite Staffel der ServusTV-Krimi-Serie „Meiberger – Im Kopf des Täters“. Wir haben Regisseur Matthias Zuder (Folge 5-8) bei den Dreharbeiten besucht.

Nach einem traumhaften Sommer am Set und 60 erfolgreichen Drehtagen ist sie fertig: Die neue Staffel „Meiberger – Im Kopf des Täters“. Zum Auftakt am 5. November ab 20:15 Uhr zeigt ServusTV eine spannende Doppelfolge. Wir haben Matthias Zuder bei den Dreharbeiten besucht.

Interview: Julia Baumgartner

servustv.com: Warum soll man sich „Meiberger – Im Kopf des Täters“ anschauen?

Matthias Zuder: Die erste Staffel hat schon etwas vorgelegt, aber die zweite Staffel entwickelt sich noch einen weiten Step weiter. Wir holen aus diesem Ensemble das Meiste raus. Formell gehen wir einen Schritt weiter. Meiberger 2 wird wesentlich größer, spannender und tiefer als die erste Staffel. Die Figuren bespielen eine viel größere Bandbreite. Meiberger wird auch verletzlicher. Die Figur Barbara wird in den tiefen ihrer Seele erfasst und wird in einem dichten und spannenden Staffelfinale zum Höhepunkt geleitet. Das Finale wird man so nicht erwarten. Es soll „nail biting“ also nervenzerreißend werden.

servustv.com: Wie haben Sie die Meiberger-Dreharbeiten erlebt?

Es ist eine unfassbare Qualität, die die vier Hauptdarsteller liefern. Die sind immer „on point“. Oft machst du einen Take und der passt schon, spätestens nach dem zweiten Take ist alles da, was man für den Schnitt braucht. Das Tempo, in dem wir die Serie gedreht haben, ist nur aufgrund der Qualität der Schauspieler möglich. Wir haben pro Tag in etwa 8,5 Minuten gedreht – das ist irre. Fünf Minuten sind schon viel, im Kino drehen sie teilweise nur drei bis dreieinhalb Minuten pro Tag. Und trotzdem stimmt die Qualität.

servustv.com: Was ist Ihre Lieblingsszene bei Meiberger?

Ich habe viele Lieblingsszenen. Das ist ein gutes Zeichen.

servustv.com: Was ist das Peinlichste oder Lustigste, das bei den Meiberger-Dreharbeiten passiert ist?

Der Ganslinger-Darsteller, Franz Josef Danner, hat sich gleich zu Beginn der Dreharbeiten – wir kannten uns keine zwei Minuten – bei mir eine Nacktszene gewünscht. Leider steht im Drehbuch keine drinnen. Es wurde dann versucht, eine Nacktszene zu schreiben. Wir wussten aber nicht, wo die rein soll. Ich habe mich bemüht… (schmunzelt) Normalerweise sind Nacktszenen so eine Sache: Im Theater ziehen sich jeder sofort aus, beim Film ist das nicht ganz so.

servustv.com: In welchem Moment wussten Sie, dass Sie Regisseur werden wollen?

Das war ein Prozess. Die Faszination, etwas zu erzählen und Geschichten entstehen zu lassen, war immer schon da. Ich war im Oberstufen-Gymnasium mit älteren Schülern zusammen, die hatten spannendere Filme. Es hat angefangen mit David Lynch, Lars von Trier – mit Filmen, die über das klassische Hollywood-Kino hinausgehen. Wo es auch eine andere Seite des Erzählens gibt. Dann habe ich zwei Jahre Jura studiert in Graz und bin drauf gekommen, dass mir die österreichische Juristen-Welt zu klein war. Und ich wollte da raus und mich selber ins kalte Wasser stürzen. Da habe ich mir gedacht: „Ich bin Filmregisseur.“ Und dann habe ich einfach damit begonnen, es und mich auszuprobieren. Ich komme nämlich aus keiner Film-Dynastie oder Familie. Und dann wusste ich sofort, dass ich süchtig danach bin. Dann kam eines zum anderen und heute sitzen wir hier.

servustv.com: Mit welchem Schauspieler/in würden Sie gerne einmal arbeiten?

Viggo Mortensen steht auf der Liste ganz oben. Das ist ein toller Schauspieler, auf den ich hungrig wäre, mit ihm zu arbeiten. Oder Kristen Stewart.

servustv.com: Ihr Lieblingsplatzerl?

Da habe ich viele. Generell die Natur. Und ich bin ein absoluter Wasser-Mensch. Ich surfe und wellenreite sehr gerne. Bei jeder Gelegenheit fahre ich wohin, wo man das gut machen kann – und möglichst ohne Menschen. Wasser ist mein Element. Und der Berg.

servustv.com: Social Media ist für Sie…?

Ein notwendiges Übel (lacht). Auf der einen Seite macht es Spaß, dass man sieht was Menschen so tun und machen. Manchmal wird man davon auch inspiriert. Ich bin da aber eher faul und tu mir mit Selbstdarstellung eher schwer. Leute, die mich gut kennen, wissen, dass ich eigentlich sehr derbe bin. Es hat halt eine Kehrseite: Dieser kollektive Narzissmus bereitet mir schon Kopfzerbrechen. Unser Planet geht zugrunde und die Menschen machen sich Gedanken um ihre nächsten Selfies.

servustv.com: Ihr Lieblings-Emoji?

Dieses: 🤷‍♂️ „Weiß nicht.“ Aber ich finde es bei Frauen besser: 🤷 Am meisten verwende ich das, das richtig lacht. 🤣

servustv.com: Für welche drei Dinge sind Sie dankbar?

Meine Eltern, die mir ermöglicht haben, das hier zu tun. Dass es uns gut geht und dass ich das machen kann, was ich mache.

servustv.com: Welche Persönlichkeit würden Sie gerne treffen?

Für mich zählt eher der Mensch. Mir ist egal, ob der bekannt ist oder nicht.

servustv.com: Wofür würden Sie mitten in der Nacht aufstehen?

Essen (lacht).

Meiberger: Die erste Staffel zum Nachsehen

Hier können Sie die komplette erste Staffel von „Meiberger – Im Kopf des Täters“ in der Mediathek nachsehen.

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