Am 5. November startet die zweite Staffel der ServusTV-Krimi-Serie „Meiberger – Im Kopf des Täters“. Wir haben Franz Josef Danner bei den Dreharbeiten besucht.

Nach einem traumhaften Sommer am Set und 60 erfolgreichen Drehtagen ist sie fertig: Die neue Staffel „Meiberger – Im Kopf des Täters“. Zum Auftakt am 5. November ab 20:15 Uhr zeigt ServusTV eine spannende Doppelfolge. Wir haben Franz Josef Danner bei den Dreharbeiten besucht.

Interview: Julia Baumgartner

servustv.com: Warum soll man sich „Meiberger – Im Kopf des Täters“ anschauen?

Franz Josef Danner: Weiß ich nicht (lacht). Letzten Endes, weil es etwas Anderes ist als die Standard-Krimiserien, die es schon gibt. Dort geht es geradeaus um Standard-Fälle mit der Polizei. Wir hingegen haben einen durchaus eigenen Twist, ähnlich dem „Mentalist“. Der funktioniert aber super, weil es dem Ganzen eine eigene, facettenreichere Note gibt. Nicht nur der Zusatz-Schmäh mit dem Magier, der gleichzeitig auch Psychologe ist. Dadurch bekommt die Serie eine ganz eigene Färbung und Tiefe. Eine neue Charakteristik, die man so eigentlich noch nicht kennt. Das alleine ist schon sehenswert. Und: Wir haben einen Haufen super Schauspieler, die verdammt viel Charakter in die Figuren mit hineinbringen. Und das ist sehenswert.

servustv.com: Gibt es besondere Gemeinsamkeiten mit oder Gegensätze zu Ihrer Rolle bei Meiberger als Jung-Ermittler Kevin Ganslinger?

Ich und meine Rolle? Ich heiße schon mal nicht Kevin (lacht). Sagen wir einmal so, der Kevin ist ein ordentliches Stück naiver als ich – bzw. nicht mehr. Staffel eins ja, aber jetzt in der zweiten Staffel fängt er zu wachsen an und erwachsen zu werden. Ich behaupte mal, ich bin ein ordentliches Stück weiter als er, hoffe ich. Aber sonst, Gemeinsamkeiten? Kevin ist halt ein junger Mensch, der versucht, in einer neuen Situation/in einer neuen Welt klar zu kommen – also genau wie ich. Das kann ich daher super in meiner Rolle verwenden.

servustv.com: Was ist Ihre Lieblingsszene bei Meiberger?

In der zweiten Staffel fällt mir was ein: Es ist eine Hass-Liebe. Denn die Szene war beim Drehen für mich eine Katastrophe. Aber ich weiß, dass es letzten Endes gut ausschauen wird. Es gibt eine Verfolgung, die dauert gefühlsmäßig einen ganzen Tag lang an – so wie wir gedreht haben. Aber ich weiß schon vom Regisseur, dass mir das Resultat sehr gut gefallen wird. Auch wenn der Dreh dazu eine Katastrophe war, weil mir alles weh getan hat. Ich musste nahezu eine ganze Woche rennen.

servustv.com: Was ist das Peinlichste oder Lustigste, das bei den Meiberger-Dreharbeiten passiert ist? Gab es besonders lustige Versprecher?

Die Verfolgungsjagd ist eh schon das lustig-tragische. Aber wenn Szenen für mich geschrieben werden, dann ist eh immer einiges dabei, wo man sich einen Blödsinn erlaubt. Kürzlich haben wir eine Szene im LPD (Anm. Landespolizeidirektion) gedreht – exklusiv mit dem Nepo (Anm. Cornelius Obonya). Und diese Szenen sind immer sehr lustig. Wir zwei haben nämlich so eine Eigendynamik entwickelt. Und da steppt der Bär. Das ist ganz lustig. Versprecher gab es zig-tausend. Ich glaube, ich habe irgendjemanden einmal einen anderen Namen gegeben. Aber nichts Besonderes.

servustv.com: In welchem Moment wussten Sie, dass sie Schauspieler werden wollen?

Ich hätte sonst keinen Job bekommen (lacht). Ich war neun oder zehn Jahre alt und habe Jackie Chan gesehen. Ohne Schmäh. Da war dann das Interesse am Unterhaltungs-Business da. In der Hauptschule habe ich dann entschieden, dass ich an einem Theater-Projekt teilnehme. Das hat mich begeistert, da war ich sofort Feuer und Flamme. Das hat mir richtig getaugt. Das sogenannte Blutlecken war dann im Musikunterricht: Die Aufgabe war, die Landeshymne auswendig zu lernen. Und ich war der Einzige, der das gemacht hat. Und keiner hat erwartet, dass das jemand kann. Dann habe ich aufgezeigt und die Hymne einfach aufgesagt. Da haben alle geschaut und es gab Applaus. Ab diesem Moment dachte ich mir: „Geil. Super, man lernt was auswendig und bekommt dafür Applaus. Das mache ich noch einmal.“ Das war ein entscheidender Moment.

servustv.com: Welche Rolle würden Sie gerne einmal spielen und warum?

Den Bösewicht in James Bond (lacht). Ich mag Charaktere, die nicht auf den ersten Blick offensichtlich böse sind. Im Gegensatz zu Typen, wo du dir das schon erwartest. Bei Bond fängt es an und du denkst dir: „Mei, ist das ein netter Kerl oder ein interessanter Mensch.“ Und dann merkst du: „Ach du Scheiße, das ist der Psychopath, der das alles gemacht hat?“ Sowas finde ich durchaus interessant. Bei James Bond finde ich die Art von Franchise – mit der Bösewicht-Kategorie – ganz interessant. Dort könnte man gut einen unvermuteten Bösewicht hineinbringen.

servustv.com: Mit welchem Schauspiel-Kollegen/in würden Sie gerne einmal drehen und warum?

Mit Meryl Streep, Ryan Reynolds und Keanu Reeves – das wäre dann wohl ein komödiantisches Drama. Das sind Leute, wo ich mir denke, dass sie am Set durchaus interessant, lustig oder angenehm sein könnten. Ryan Reynolds – der ist so ein lustiger Typ, den mag ich. Am liebsten würde ich gerne bei „Deadpool 3“ mitspielen. Und Tom Cruise auch noch, weil den möchte ich einmal live erleben und sehen, wie der so drauf ist. Am besten gleich eine Rolle bei „Mission Impossible“ – who cares? Und dann genug Geld auch noch dafür bekommen, dass ich so jemanden kennenlernen darf (lacht).

servustv.com: Ihr Lieblingsplatzerl?

Es ist fast egal, wo das ist. Hauptsache, ich bin dort mit meiner Freundin. Ich bin einer dieser langweiligen Typen, die einfach – egal wo sie sind – am liebsten mit der Freundin dort sind. Schick mich auf Kur! Solange meine Freundin dabei ist, ist alles gut (schmunzelt).

servustv.com: Wo bzw. wie lernen Sie am besten Ihre Texte?

In Wahrheit: Indem ich sie direkt ausprobiere. Das heißt: Ich lerne nicht richtig Text, sondern teste und jongliere gleich herum. Quasi beim Probieren proben. Beim Blödeln geht es auch ganz gut.

servustv.com: Wären Sie nicht Schauspieler, dann wären Sie…?

Gynäkologe (lacht). Nein, ich habe Schlosser gelernt. Wahrscheinlich wäre ich dann Schlosser. Wasserkraft-Turbinen – das hätte ich gelernt. Das ist auch die Firma meines Vaters. Aber es hat sich halt anders ergeben. Ich glaube, ich könnte das aber ganz gut.

Serservustv.com: Social Media ist für Sie…?

Job. Oder Berieselung, wenn ich was brauche, um meinen Kopf auszuschalten. Dann schaue ich auf Facebook, was die anderen so schreiben. Also: Berieseln und Kommunikation im professionellen Rahmen.

servustv.com: Ihr Lieblings-Emoji?

Keines. Ich benutze kaum Emojis. Aber von mir aus das klassische Zunge zeigen und Augenzwinkern. Das kann man fast immer irgendwo reintun. 😜

servustv.com: Für welche drei Dinge sind Sie dankbar?

Meine Freundin, meine engsten Freunde und definitiv Meiberger.

servustv.com: Welche Persönlichkeit würden Sie gerne treffen?

Sigmund Freud. Ich glaube, das wäre ein interessantes Gespräch. Der würde mich so zerlegen. Mit dem würde ich einfach gerne Plauschen. Oder Abraham Lincoln. Und natürlich Jackie Chan. Man kann eigentlich mit jedem ein interessantes Gespräch führen. Auch mit Fritz Karl, Cornelius Obonya, Ulrike C. Tscharre…

servustv.com: Wofür würden Sie mitten in der Nacht aufstehen?

Pinkeln. Dafür würde ich definitiv aufstehen. Das habe ich auch schon mehrmals getan (schmunzelt). Aber auch für einen Dreh – also einen Nachtdreh. Oder wenn meine Freundin oder auch ein guter Freund etwas braucht.

Meiberger: Die erste Staffel zum Nachsehen

Hier können Sie die komplette erste Staffel von „Meiberger – Im Kopf des Täters“ in der Mediathek nachsehen.

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