Hochkarätige Gäste diskutierten über die alte Regierung, Strache und Flüchtlinge.

Ex-ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner wünscht sich im Talk im Hangar-7, dass die türkis-blaue Regierung nicht fortgesetzt wird. „Wir waren ein gesellschaftlich offenes Land“, so Mitterlehner. Die Regierung sei einen Weg gegangen, „von einer liberalen Demokratie hin zu einer autoritären Demokratie“. Dass unter Schwarz-Rot in den Jahren davor nichts weiter gegangen sei, lässt er so nicht stehen: „Wir sind nicht zufällig unter den reichsten Ländern der Welt.“

Regisseur Schwabenitzky lobt Kurz

„Die Stärke von Sebastian Kurz war, dass er sich ruhig und staatsmännisch verhalten hat und nicht so hysterisch war wie andere“, sagt Regisseur Reinhard Schwabenitzky über den ehemaligen Bundeskanzler. Strache habe hingegen nach dem Ibiza-Video „in der Politik nichts mehr verloren. Und zum Thema Flüchtlinge meint Schwabenitzky: „Man sollte den Leuten klarmachen: Wer ist wirklich ein Flüchtling und wer will in unserer Sozialsystem einwandern?“

„Die wollten Deutsch lernen, nicht herumliegen“

Schriftstellerin Julya Rabinowich berichtet von positiven Erfahrungen mit Flüchtlingen in ihrer Arbeit als Dolmetscherin: „Die wollten Deutsch lernen, die wollten arbeiten, die wollten nicht auf irgendjemandes Kosten herumliegen.“ Österreich sei vor Türkis-Blau „weitaus weniger aggressiv gegenüber Minderheiten vorgegangen“. Die Bereitschaft, Menschen aufgrund ihrer Herkunft abzuwerten, sei größer geworden, meint Rabinowich. Sie zieht einen Vergleich zur USA unter Präsident Donald Trump.

Und zum Wahlergebnis am Sonntag sagt Julya Rabinowich: „Ich glaube, dass man lieber bei dem bleibt, für das man sich entscheiden hat. Das macht man auch in Beziehungen häufig so: Man bleibt länger dabei, als es einem gut tut.“ (RED)