Aufregung in der Steiermark um einen SPÖ-Politiker, der wegen Körperverletzung rechtskräftig verurteilt wurde. Nach einem ServusTV-Bericht trat er zurück.

Ein obersteirischer SPÖ-Politiker muss nach einer Verurteilung wegen Kindesmisshandlung seinen Hut nehmen: Der Mann war im Juni verurteilt worden, weil er den Sohn seiner Lebensgefährtin geschlagen haben soll. Dem Bürgermeister seiner Kommune sagte er offenbar nichts davon. Nach einem Bericht von „Servus TV“ ist er nun zurückgetreten.

Schon im Jänner soll der Sozialdemokrat den vierjährigen Buben seiner Lebensgefährtin misshandelt haben. Fotos von blauen Flecken im Gesicht und am Hals dokumentieren die Übergriffe. Im Juni wurde der Lokalpolitiker deswegen am Bezirksgericht verurteilt. Dennoch blieb der Mann im Amt und war noch dazu mit Jugendagenden betraut. Der Bürgermeister sagte am Donnerstag gegenüber „Servus TV“, dass er nichts von der Verurteilung wusste.

Die SPÖ Steiermark schickte umgehend eine Aussendung, in der sie Gewalt verurteilte: „Dieses Verhalten akzeptieren wir in keinster Weise, denn solche Werte haben in unserer Partei keinen Millimeter Platz.“ Der SPÖ-Bürgermeister habe den Gemeinderat sofort aufgefordert, von allen Ämtern zurückzutreten. Dieser Aufforderung folgte der betroffene Politiker sofort. Er legte noch Donnerstagabend sein Amt nieder.

LHStv. Michael Schickhofer (SPÖ), selbst Vater von drei Kindern, zeigte sich schockiert von den Gewalttätigkeiten: „Wir haben sofort und unmittelbar die Konsequenzen gezogen, der Betroffene ist nicht mehr Gemeinderat und wird auch seine Mitgliedschaft in der SPÖ zurücklegen.“ (APA)

Dieser Bericht führte zum Rücktritt des Gemeinderats:

Wenig später legte der steirische Abgeordnete seine Funktionen zurück.

Steiermark: SPÖ-Politiker trotz Kindesmisshandlung im Amt