Die Servus Reportage beleuchtet das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln. Wer stellt sie her? Wer nimmt sie?

NEM gelten rechtlich gesehen als Lebensmittel, entsprechend groß ist die Bandbreite der Händler und Verkäufer.

So wie Robert Franz: Der rumänisch-stämmige Autoverkäufer hat mit dem Handel von Nahrungsergänzungsmitteln viel Aufsehen erregt. Mehrmals wurde er von Behörden angezeigt, entsprechend hoch sind auch seine Ausgaben für Gerichtskosten und Anwälte. Als selbsternannter „Pharmarebell“ hat er aber eine eingeschworene Fangemeinde hinter sich, die seine Vorträge regelmäßig ausverkauft.

Die Meinungen über Nahrungsergänzungsmitteln sind gespalten. Während zu den Vertreibern auch Apotheken und Unternehmen mit Umsätzen in Millionenhöhe zählen, erklären Professor Heinz Hammer von der Universitätsklinik Graz oder Ingrid Kiefer von der AGES, der behördlichen Prüfstelle und Katrin Mittl-Jobst vom VKI sind sich einig: Ein gesunder Mensch braucht keine Nahrungsergänzungsmittel.

Nahrungsergänzungsmittel: Die Zahlen

Die Servus Reportage beleuchtet in „Das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln“ (Donnerstag, 25.04., ab 21:15 Uhr) die Branche hinter den sogenannten NEM. Das sind die Zahlen.

  • Rund 300 Millionen Euro werden jährlich mit Nahrungsergänzungsmitteln in Österreich umgesetzt – davon gehen Brancheninsider aus. 
  • 58 Prozent der Österreicher nehmen laut aktueller Studie Nahrungsergänzungsmittel zu sich
  • 24 Prozent davon machen das, weil es derzeit modern ist.