Dennis Novak steht im Achtelfinale von Kitzbühel: Zum insgesamt fünften Mal kämpft der 25-jährige Niederösterreicher um sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour. 

Zum dritten Mal nach 2015 und 2018 steht Dennis Novak im Achtelfinale von Kitzbühel. Zum insgesamt fünften Mal kämpft der 25-jährige Niederösterreicher um sein erstes Viertelfinale auf der ATP-Tour. Nach dem Auftaktsieg über Landsmann Jurij Rodionov wartet am Mittwoch aber eine sehr schwierige Aufgabe. Denn der als Nummer 4 gesetzte Uruguayer Pablo Cuevas ist einer der stärksten Sandplatz-Spieler.

Dieses Match, übrigens das erste Duell Novaks mit dem Südamerikaner, werde „ganz anders“ verlaufen. „Gegen ihn wird es schwer“, sagt Novak und betont, dass er Cuevas als einen der zehn bis 15 besten Sandplatz-Spieler einstuft. Er selbst habe in den vergangenen Wochen enge Matches gegen Richard Gasquet im Baastad-Achtelfinale und in der ersten Runde von Gstaad gegen Pablo Andujar gehabt, die er beide in drei Sätzen verloren habe. „Aber Cuevas ist noch einmal eine Stufe höher zu stellen als die zwei.“

Da er die Matches seines guten Freundes Dominic Thiem gegen Cuevas aber beobachtet hat und sowohl dessen Vater Wolfgang Thiem als auch Julian Knowle Erfahrung mit dem Weltranglisten-53. haben, werde er gut vorbereitet sein.

Kitzbühel: Die Highlights von Novak gegen Rodionov

Novak ist sehr zufrieden

Gesamt gesehen ist Novak mit seiner Entwicklung in diesem Jahr aber sehr zufrieden. Bei den ewigen Fragen nach seinem (noch) nicht erreichten, aber überfälligen Top-100-Status empfinde er „nix“. Zu oft hat er diese auch schon gehört. „Es geht in die richtige Richtung. Ich habe im Ranking zuletzt auch nicht wenig zu verteidigen gehabt. Ich mache mir keinen Druck. Spielerisch bin ich sehr zufrieden in den letzten Wochen, natürlich ist Luft nach oben.“

Eine große Hilfe ist ihm seit Beginn der Rasensaison Touring-Coach und Ex-Doppel-Spezialist Julian Knowle. „Er sieht die Dinge von außen sehr genau, anders als ich es am Platz sehe und genau sowas brauche ich eben. In den vergangenen Jahren war ich öfter alleine, da merke ich das nicht.“ Knowle setze sich vor und nach dem Match mit ihm zusammen. Darum spreche aktuell auch nichts dagegen, dass man über die 10 bis 15 vereinbarten Turnierwochen hinaus zusammenarbeiten wird.

Während er dazu gesprächig war, wollte er sich zu einer anderen Vertragssituation nicht äußern. Die Haupt-Trainer Novaks sind ja Günter Bresnik und Wolfgang Thiem. Ob der Vertrag mit Bresnik ein befristeter oder unbefristeter sei, wollte Novak der APA gegenüber nicht beantworten. „Warum soll ich das jetzt sagen? Nein, beantworte ich nicht.“

Erfreut ist Novak, dass er einen persönlichen Sponsor (M* Eventcatering) gefunden hat. U.a. damit kann er auch seinen Trainerstab finanzieren. „Da habe ich Glück gehabt. Aber ich muss selbst auch Geld verdienen und gut spielen, damit ich mir das leisten kann.“

Rodionov in der Krise

Während bei Novak eine Stabilisierung samt Aufwärtstrend zu orten ist, steckt der erst 20-jährige Juri Rodionov in der Krise. Trotz neuem Trainergespann mit Martin Gattringer, Andreas Berenz und Kondi-Trainer Florian Pernhaupt geht es nicht weiter.

Der Linkshänder mit weißrussischen Wurzeln, der beim Davis Cup vergangenen Februar in Salzburg noch eine Vision von den „Top 20, Top Ten und mit den Besten der Besten spielen“ hatte, befindet sich gerade seit dem glatt verlorenen Schluss-Davis-Cup-Einzel gegen Christian Garin in der Krise.

„Seit ich diese Partie verloren habe, hatte ich mental einen Knacks und dem laufe ich noch immer hinterher. Seit ein paar Monaten geht es nicht mehr in die richtige Richtung“, gestand der Youngster. Er sei zum Länderkampf mit Chile als Ersatzmann von Dominic Thiem angereist. „Ich habe sehr große Erwartungen an mich gehabt. Irgendwie habe ich das mental nicht wirklich packen können, dass quasi fast neun Millionen Menschen auf mich gezählt haben.“ Für Rodionov geht es kommende Woche auf Future-Ebene in London weiter. (APA)

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