Red-Bull-Pilot Max Verstappen bleibt der Sieger des Österreich-Grand-Prix. „Charles ist ein großartiger Fahrer. Er wird sehr weit kommen“, sagt der Niederländer. Christian Horner bei „Sport und Talk“.

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat sich nach der Bestätigung seines Sieges im Formel-1-Grand-Prix von Österreich zufrieden gezeigt. „Wir sind Rennfahrer. Solche Dinge passieren in dem Sport“, sagt der Niederländer am Sonntagabend in Spielberg. Charles Leclerc müsse die Entscheidung akzeptieren. „Charles ist ein großartiger Fahrer. Er wird sehr weit kommen.“

Dafür, dass es zu einer leichten Berührung gekommen war, sei Leclerc verantwortlich gewesen. „Wir alle wissen, da ist eine (Asphalt-)Auslaufzone, deswegen macht er das. Wenn da Kies wäre wie in Kurve 4, macht man das nicht“, erklärt Max Verstappen. „Es war natürlich ein gutes Gefühl, hier wieder zu gewinnen“, resümiert der 21-Jährige den erfolgreichen Arbeitstag.

„Rennzwischenfall“

Erst mehr als drei Stunden nach Rennende ist am Sonntagabend der Sieg von Max Verstappen im Formel-1-Grand-Prix von Österreich in Spielberg offiziell bestätigt worden. Die Stewards hatten nach dem entscheidenden Überholmanöver in der 69. Runde, bei dem der niederländische Red-Bull-Pilot den Ferrari von Charles Leclerc touchiert und die Spitze übernommen hatte, eine Untersuchung eingeleitet.

Schließlich werteten sie die Szene als „Rennzwischenfall“, wie es in der Urteilsbegründung hieß. „Es war die richtige Entscheidung“, betont Max Verstappen in einem Interview. „Die letzten drei Stunden waren schwer.“ Bei Ferrari sprach man indes von einer „Fehlentscheidung“, die man aber nicht beeinspruchen werde.

Spektakulärer Zweikampf in Runde 69

Der Red-Bull-Pilot hatte sich in der Rechtskurve nach der „Oranje“-Tribüne innen an Leclerc vorbei gepresst. Dieser verließ kurz die Strecke, nachdem es zu einer leichten Berührungen der Wagen gekommen war. „Er hat mir keinen Platz gelassen, um zurückkommen zu können“, erläuterte Leclerc, der äußerlich aber ruhig blieb. „Ich war auf der Außenseite wie in der Runde davor. In der Runde vorher war es total in Ordnung, er hat am Kurvenausgang genug Platz für ein Auto daneben gelassen. Aber nachher hat er das nicht gemacht. Er hat mich berührt, ich musste nach außen ausweichen und hatte keine Chance, Max wieder zu überholen“, sagt der 21-Jährige, der seinen ersten Rennsieg wie schon in Bahrain in der Schlussphase eines Rennens verlor.

„Beim zweiten Mal habe ich etwas später in der Kurve gebremst. Wir hatten natürlich einen kleinen Kontakt“, erklärt Max Verstappen. „Das ist hartes Rennfahren. Es ist besser, als nur hintereinander herzufahren und ein langweiliges Rennen zu haben.“ Helmut Marko gibt seinem Schützling Recht. „Da gibt’s überhaupt keine Debatte“, sagt der Steirer nach dem ersten Sieg für Honda als Motorenhersteller seit 2006. Wenn derartige Vorfälle strafwürdig seien, würde man „nur mehr zu den Stewards gehen“. (APA)

„Sport und Talk“ mit Christian Horner

Christian Horner, Teamchef von Red Bull Racing, besucht mit seiner Frau und Spice Girl Geri Halliwell den Hangar-7. Das Ehepaar blickt bei „Sport und Talk“ nicht nur auf den Großen Preis von Österreich zurück, sondern spricht auch über die glamouröse Beziehung und das Interesse der Öffentlichkeit.

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