Verena Preiner holte die erste Siebenkampf-Medaille für Österreich überhaupt

„Ich war nach dem Rennen perplex und habe mal überlegt, was und wie jetzt“, sagte Verena Preiner, nachdem sie Donnerstagnacht im 800-Meter-Lauf in Doha WM-Bronze fixiert hatte. „Einen Moment lang war ich schockiert, weil ich das Ganze nicht glauben konnte“, so Preiner.

„Ich wusste, dass ich gut in Form bin“

Ganz überraschend war es nicht, dass die 24-Jährige um eine Medaille mitkämpfte. 2019 hatte sich Preiner bereits den österreichischen Rekord von Ivona Dadic geholt. „Ich hab gewusst, dass ich gut in Form bin“, sagte Preiner nach dem größten Erfolg ihrer Karriere in Doha. Dadic, die ebenfalls aus Oberösterreich kommt, hatte im selben Wettkampf Pech. Schon im ersten Bewerb zog sie sich eine Muskelzerrung zu und musste aufgeben. Ivona Dadic drückte ihrer Freundin und Teamkollegin danach die Daumen.

Mit 15 Jahren soll Verena Preiner zu ihrem Trainer Wolfgang Adler gesagt haben, dass sie einmal international dabei sein will. „Verrückt“, stempelte er diese Gedanken ab. „Verrückt“, sagte Preiner Donnerstagnacht nach ihrem Triumph in Doha. Mit Adler, der sie heute noch immer trainiert, ist sie nun endgültig an der Weltspitze angekommen.

Historische WM für Österreich

Nach 18 Jahren ohne Medaille freut sich der ÖLV gleich über zweimal Bronze in Doha. Lukas Weißhaidinger (Diskus, Bronze) und Verena Preiner sorgen für Leichtathletik-Euphorie in Österreich. (RED/APA)

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