Dominic Thiem ist am Donnerstag überraschend in der zweiten Runde des Masters-1000-Turniers in Rom ausgeschieden: Österreichs Nummer eins verlor auch sein viertes Duell gegen Fernando Verdasco.

Dominic Thiem hat seine Generalprobe für die am Sonntag in einer Woche beginnenden French Open verpatzt: Der Weltranglisten-Vierte verlor am Donnerstag überraschend in der zweiten Runde des Masters-1000-Turniers in Rom gegen den Spanier Fernando Verdasco. Der als Nummer 5 gesetzte Österreicher hatte nach 2:43 Stunden mit 6:4, 4:6, 5:7 das Nachsehen und auch das vierte Duell mit Verdasco verloren.

Thiem, der im Falle eines Sieges später auch noch das Achtelfinale gegen den Russen Karen Chatschanow hätte spielen müssen, war dann noch im Doppel an der Seite von Jürgen Melzer im Einsatz. Melzer feuerte an der Seite von Thiem-Coach Nicolas Massu und Physio Alex Stober in der Spielerbox einen stark beginnenden Dominic Thiem auch im Einzel an.

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Der 13-fache Turniersieger nahm Verdasco zum 2:0 den Aufschlag ab. Gleich darauf musste der Niederösterreicher zwar nach unnötigen Fehlern bei 0:40 drei Breakbälle abwehren, doch es gelang ihm die 3:0- und 4:1-Führung. Linkshänder Verdasco, der Thiem immer wieder mit starken Vorhandschüssen entlang der Linie in Bedrängnis brachte, blieb trotz des eindeutig scheinenden Zwischenstands immer dran. Nicht unverdient nutzte er die insgesamt sechste Chance zum Rebreak zum 3:4.

Fluglärm bringt Dominic Thiem aus dem Konzept

Thiem ärgerte sich, auch über ein immer wieder kehrendes Flugzeug über der Anlage, aber erfing sich. Später stellte sich übrigens heraus, dass es eine schon zuvor angesetzte Übung der Kunstflieger-Staffel Frecce Tricolori war. Nach 51 Minuten nutzte Dominic Thiem seinen zweiten Satz- und Breakball im zehnten Game zum 6:4.

Nach drei sicheren Service-Games im zweiten Durchgang und einem 3:3-Zwischenstand musste Thiem dann im siebenten Spiel beim dritten Breakball Verdascos den Aufschlag abgeben. Der Weltranglisten-38. bestätigte das Break zum 5:3. Zwar hatte Dominic Thiem dann noch drei Möglichkeiten, das Rebreak zum 5:5 zu schaffen, doch Verdasco nutzte nach 1:46 Stunden seinen ersten Satzball zum 6:4.

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Zu Beginn des Entscheidungs-Durchgangs ließ Thiem zwei Breakchancen zum 2:0 ungenutzt. Und wie im zweiten Satz musste Thiem nach drei zuvor sicheren Aufschlagspielen bei 3:3 seinen Aufschlag nach neuerlich mehreren unerzwungenen Fehlern abgeben. Doch Verdasco konnte den Sack (noch) nicht zumachen. Thiem gelang nach 2:20 Stunden das sofortige Rebreak. Nach Abwehr von vier Breakbällen schaffte er noch das 5:4, doch der zehn Jahre ältere Verdasco ließ sich nicht abschütteln und schaffte es, dem Weltranglisten-Vierten den Aufschlag zum 6:5 abzunehmen. Thiem hatte sein Pulver verschossen, ein neuerliches Rebreak gelang ihm nicht – und Verdasco jubelte über einen neuerlichen Erfolg gegen den Barcelona-Sieger.

(APA / Red.)