Thema der Woche bei Factum: Kritiker meinen, dass das Heizen mit Holz ein größerer Klimakiller als das Auto sei. Manche Experten fordern daher ein Verbot von Holzöfen.

In der aktuellen Ausgabe von „Factum“ geht es diese Woche darum, wie Holzöfen unsere Luft verschmutzen: Heizen mit Holz wird als nachhaltige Form der Energienutzung beworben und bei einem Umstieg oft gefördert. Kritiker meinen jedoch, dass das Heizen mit Holz ein größerer Klimakiller als das Auto sei. Kaminöfen wären oft veraltet und ineffizient betrieben. Manche Experten fordern daher ein Verbot, doch in Österreich schwört man traditionell auf Holzöfen.

In den vergangenen zehn Jahren wurden in Österreich 270.000 Biomasse-Herde, Kamin- und Pelletöfen verkauft, dafür gibt es teils saftige Förderungen. Aber was wird da genau gefördert und warum soll der traditionelle Holzofen plötzlich weniger gut sein? Biomasse-Kleinfeuerungen sind für 43,6 Prozent der besonders feinen und gesundheitsgefährlichen Feinstaubpartikel verantwortlich.

Ein weiteres Problem: Die Messergebnisse am Prüfstand wo die Öfen zertifiziert werden stimmen mit der Realität oft nicht überein. Heizen mit Holz sei CO2 Neutral und helfe den Klimawandel zu bekämpfen. Doch laut einer Studie der Europäischen Akademie der Wissenschaften hilft Holz kurzfristig nicht bei der Erreichung der Klimaziele. Kaminöfen und andere sogenannte Einzelraumfeuerungsanlagen sind oft veraltet, werden falsch befeuert und ineffizient betrieben. Sie tragen somit zur Luftbelastung bei. Daher fordern manche Experten bereits ein komplettes Verbot. 

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