Nach dem bisher schlechtesten Ergebnis bei der Nationalratswahl ist bei der SPÖ die erste Entscheidung gefallen: Thomas Drozda geht als Bundesgeschäftsführer.

Thomas Drozda zieht sich als SPÖ-Bundesgeschäftsführer zurück. Das teilte er Montagvormittag gegenüber Journalisten mit. „Ein Wahlergebnis wie gestern muss Konsequenzen haben.“ Er wolle mit diesem Schritt einen Reformprozess in Gang setzen.

Drozda: Niemand habe Druck ausgeübt

Der scheidende Bundesgeschäftsführer betont, dass ihm gegenüber niemand Druck ausgeübt habe. Er habe heute Früh Parteichefin Pamela Rendi-Wagner über seinen Schritt informiert. Diese habe ihn bedauert. Im Nationalrat nimmt Drozda sein Mandat „selbstverständlich“ an. Auch Kultur- und Mediensprecher will er bleiben.

Steirische SPÖ grenzt sich ab

Steiermarks LH-Stv. Michael Schickhofer (SPÖ) grenzt sich acht Wochen vor der Landtags- und kurz nach der NR-Wahl von der Bundespartei ab: „Die steirische SPÖ und ich persönlich stehen für einen zukunftsorientierten, eigenständigen und unabhängigen Kurs in der Sozialdemokratie“, sagte er in einer „Kleinen Zeitung“-Diskussion. Er nehme bis auf weiteres keine bundespolitischen Funktionen mehr wahr. (APA)

Katerstimmung bei SPÖ und FPÖ