Der erste Weltcup-Slalom nach dem Karriereende von Marcel Hirscher ist am Sonntag zur Beute von Henrik Kristoffersen geworden. Der Norweger zu Gast bei „Sport und Talk“.

Der Norweger Henrik Kristoffersen hat den ersten Slalom der neuen Ski-Weltcup-Saison gewonnen. Der 25-Jährige holte am Sonntag in Levi den 19. Weltcupsieg seiner Karriere, den 16. im Slalom. Kristoffersen setzte sich in Finnland 0,09 Sekunden vor dem französischen Halbzeit-Führenden Clement Noel durch. Dahinter folgten die Schweizer Daniel Yule und Ramon Zenhäusern.

Nach Halbzeitrang vier gelang dem 25-Jährigen im Finale ein enorm starker Steilhang. „Ich freue mich. Das Skifahren im Moment im Slalom ist viel besser als im vorigen Jahr“, erklärte der Riesentorlauf-Weltmeister.

Kristoffersen fuhr sich die „Enttäuschung von Sölden“, als er im Riesentorlauf nicht über Rang 18 hinausgekommen war, aus dem Kopf fuhr. Der Norweger triumphierte erstmals seit Kitzbühel 2018 wieder im Slalom. Der Sieg war „ein bisserl wichtig“, meinte der 25-Jährige mit einem dicken Grinsen. „Ich habe gedacht, dass sieben Zehntel hinter Noel zu viel wären. Aber ich bin dann gut gefahren, habe das Rennen sicher im Steilhang gewonnen.“ Vollkommen zufrieden war er trotz Weltcup-Gesamtführung nicht. „Ich muss noch viel arbeiten.“

Kristoffersen sieht noch jede Menge Arbeit vor sich. „Ich bin noch nicht bei 100 Prozent, ich muss noch ein bisschen mehr arbeiten.“ Der Sieg, das war ihm anzumerken, ließ den Norweger aufatmen. Im Training sei er noch hinterhergefahren. Aber: „Du wirst nicht der Weltbeste beim Training, du wirst der Weltbeste vom Training“, gab der neue Weltcup-Führende einen Mottospruch zum Besten.

„Nuller“ für Pinturault

Gespalten war die Stimmung im Lager der „Grande Nation“. Noel schmiss seinen vierten Weltcup-Sieg mit einem Linienfehler an der Steilhang-Einfahrt noch weg. Und Sölden-Sieger Alexis Pinturault flog überhaupt mit einem „Nuller“ aus Levi heim. Der französische Gesamtweltcup-Kandidat verpasste auf der Piste „Levi Black“ mit ihrem charakteristischen Flachstück als 36. die Qualifikation für den zweiten Durchgang.

Der Vorarlberger Christian Hirschbühl landete als bester Österreicher mit 0,74 Sekunden Rückstand auf Rang sieben. Mit den Podestplätzen hatten die ÖSV-Fahrer wie schon zum Saisonstart Ende Oktober im Riesentorlauf in Sölden nichts zu tun. Michael Matt (11.), Manuel Feller (15.), Marc Digruber (20.) und Marco Schwarz in seinem ersten Rennen nach seinem im Februar erlittenen Kreuzbandriss (25.) verpassten die Top Ten. In Sölden war Feller als Zwölfter bester ÖSV-Athlet gewesen.

Hirschbühl fiel nach dem fünften Zwischenrang im Finale noch zwei Positionen zurück. „Es ist noch Luft nach oben“, sagte der 29-Jährige, der weiter auf seinen ersten Podestplatz im Weltcup warten muss. Mit seiner Leistung war er aber nicht gänzlich unzufrieden. „Nichtsdestotrotz möchte ich ganz vorne mitfahren. Und dafür war es heute zu wenig.“ Das galt auch für seine ÖSV-Kollegen. (APA)

Kristoffersen exklusiv im Hangar-7

Der frisch gebackene Slalom-Sieger von Levi, Henrik Kristoffersen, kommt zu „Sport und Talk aus dem Hangar-7“: Zusammen mit seinem Mentor Robert Trenkwalder blicken wir nicht nur auf den Slalom von Levi zurück, sondern schauen auch auf die nächsten Rennen voraus. Und: Wer sind die Konkurrenten im Kampf um den Gesamtweltcup?

Außerdem ist Toni Giger, der neue starke Mann im ÖSV, zu Gast im Hangar-7. Es sind keine einfachen Bedingungen, unter denen er in seine erste Saison als ÖSV-Sportdirektor geht. Da wäre die Lücke, die Marcel Hirscher hinterlassen hat, die Verletzungsserie bei den Damen oder zwischenzeitlich die Causa Liensberger. Reichlich Themen, denen sich der 56-Jährige im Hangar-7 stellt. Auch die große Talk-Runde behandelt das Thema Ski-Alpin: Happy Birthday Carving Ski! Die Materialrevolution im Ski-Zirkus wird 20! Mit Moderatorin Birgit Nössing diskutieren Toni Giger, Günther Mader (zweifacher Gesamtweltcupsieger), Renate Götschl (Gesamtweltcupsiegerin 2000) und Michaela Kirchgasser (ServusTV Ski-Expertin).

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