Zum ersten Mal in seiner Karriere kann Dominic Thiem bei den China Open einen Sieg erringen. Und es ist der erste Sieg über den Franzosen Richard Gasquet.

Dominic Thiem ist endlich erfolgreich in die China Open gestartet. Der beim ATP-Hallenturnier in Peking als Nummer 1 gesetzte Österreicher schlug am Dienstag den Franzosen Richard Gasquet mit 6:4, 6:1. Es war der erste Karriere-Sieg Thiems über Gasquet und beim dritten Antreten auch sein erster bei diesem Turnier. Im Achtelfinale trifft Thiem auf den chinesischen Wild-Card-Spieler Zhang Zhizhen.

Obwohl sowohl die persönliche gegen Gasquet als auch die Turnierbilanz mit jeweils 0:2 gegen ihn sprach, lieferte Thiem beim mit 3,666 Mio. Dollar dotierten ATP-500er in Peking endlich einen siegreichen Einstand ab. Allerdings startete der Österreicher auch diesmal zunächst mühevoll, haderte immer wieder mit seinem zu fehlerhaften Spiel. Eine erfolgreiche „Challenge“ brachte ihm bei 5:4 dann aber doch den Break- und Satzball und nach 50 Minuten den ersten Durchgang.

Ein „Befreiungsschlag“ für Thiem

Für den 26-jährigen Turnierfavoriten war das eine Art „Befreiungsschlag“. Denn in Satz zwei lief Thiem zu großer Form auf. Nach Breaks zum 2:0 und 4:0 und insgesamt gleich sieben Spielgewinnen in Folge für Thiem war der zweite Durchgang in beinahe der halben Zeit erledigt. Nach 81 Minuten entschied gleich der erste Matchball zugunsten des Lichtenwörthers. Zuvor war Thiem dem diesmal am Ende chancenlosen Gasquet in beiden bisherigen Karriere-Duellen unterlegen, zuletzt 2017 im Wien-Achtelfinale.

„Ich bin echt froh über den ersten Sieg hier. Vor allem aber mit der klaren Leistungssteigerung im zweiten Satz“, sagte Thiem nach seiner letztlich überzeugenden Leistung via Platz-Lautsprecher zu den begeisterten Fans. In Runde zwei gegen Zhang ist der Weltranglisten-Fünfte aus Niederösterreich Favorit, wird die meisten Zuschauer aber gegen sich haben. Der 22-jährige Zhang, „Lokalmatador“ aus Shanghai, ist zwar nur die Nummer 213 der Welt, hatte am Montag aber mit einem 6:4, 3:6, 7:6 (5)-Sieg über den Briten Kyle Edmund überrascht.

Ebenfalls siegreich blieb am Dienstag Andy Murray (32). Beim wahrscheinlich bisher wertvollsten Sieg nach seinem Comeback kämpfte der hüftoperierte und in der Weltrangliste nur auf 503 liegende Schotte in Peking den als Nummer 8 gesetzten US-Open-Halbfinalisten Matteo Berrettini mit 7:6 (2), 7:6 (7) nieder. Gewinnt der ehemalige Weltrangliste-Erste auch in Runde zwei gegen den britischen Qualifikanten Cameron Norrie, ist ein Viertelfinal-Kracher gegen Thiem möglich. (APA)

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