Nicht zu Unrecht bezeichnete der amerikanische Schriftsteller Thomas Wentworth Higginson bereits im Jahr 1862 das Ei als „perfektesten Gegenstand im Universum“. Von der Antarktis bis in die Tropen findet man Vogeleier in allen Klimazonen der Welt. Im Ei reift Leben heran – behütet und beschützt vor der Außenwelt entwickelt sich der Nachwuchs der Vögel.

© Terra Mater / Mike Birkhead Associates

Ein Vogelei schützt den Embryo in seinem Inneren, ohne ihn zu ersticken. Gleichzeitig ist es so zerbrechlich, dass sich das Junge beim Schlüpfen daraus selbst befreien kann. Im Ei können sich Vogelembryonen außerhalb des zu warmen Körpers der Mutter entwickeln, so lange die Eltern sie ausreichend bebrüten. Meisen etwa können abhängig vom Wetter in der Brutphase den Schlupfzeitpunkt ihres Nachwuchses beeinflussen.

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Es gibt es eine umfangreiche Palette an Vogeleiern – vom winzigen Kolibri-Ei bis zum riesigen Straußen-Ei. Farbgebung und Musterung dienen als Tarnung, reduzieren das Überhitzungsrisiko und machen selbst geschickten Fälschern wie dem Kuckuck das Leben schwer. Auch die Form ist Gegenstand der Forschung. Klimazonen, Lage und Ort des Brutplatzes, Fressfeinde und Brutstrategien der Elterntiere – all dies hat Einfluss auf das Erscheinungsbild eines Vogeleis.

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„Das Wunder Ei“ am Mittwoch, dem 17. April 2019 um 20.15 Uhr in Terra Mater bei ServusTV.

Unter den 10.000 Vogelarten, die man heute kennt, sind hunderte, deren Eier nie beschrieben wurden. Um das Wunder Ei ranken sich also noch einige Geheimnisse. In dieser Dokumentation präsentiert der legendäre Naturfilmer Sir David Attenborough das Wunder Ei in all seinen Facetten.