Mit einem Sieg in zwei Sätzen gegen Tennis-Legende Andy Murray erreicht Dominic Thiem bei den China Open in Peking das Halbfinale.

Dominic Thiem hat beim ATP-500er-Turnier in Peking zum heuer siebenten Mal ein Tennis-Halbfinale erreicht. Der bei den China Tennis Open top gesetzte Weltranglisten-5. aus Österreich setzte sich am Freitag im Viertelfinale gegen die schottische Tennis-Legende Andy Murray in nicht ganz zwei Stunden mit 6:2, 7:6 (3) durch.

Thiem war nach seinem dritten Zwei-Satz-Sieg en suite guter Dinge. „Es war ein gutes Match. Ich glaube, dass es fast eines von den besten war, die ich dieses Jahr gespielt habe, speziell auf Hardcourt“, konstatierte der Weltranglisten-Fünfte. Nummer fünf wird er übrigens selbst mit einem Titel in Peking vorerst auch bleiben.

Dennoch würde er diesen natürlich besonders gerne einfahren, denn er hätte vorzeitig sein viertes London-Ticket zu den ATP Finals der besten acht Saisonspieler in der Tasche. Bisher sind nur Rafael Nadal, Novak Djokovic, Roger Federer und Daniil Medwedew qualifiziert.

Thiem mit Blackout

Dem Match gegen den ehemaligen Weltranglisten-Ersten Andy Murray attestierte Thiem „von Anfang bis zum Ende ein sehr gutes Niveau“. „Bis auf das eine Blackout, was ich gehabt habe. Es ist fast unmöglich, ohne irgendeinen ‚Holperer‘ das durchzuspielen“, bezog er sich auf den zweiten Satz. Er selbst sei aber wirklich zufrieden. „Ich bin richtig glücklich mit dem Match heute.“

Und er glaubt auch an Murrays Rückkehr in die obersten Ranking-Bereich. „Wie er sich bewegt, wie er manche Sachen verbessert hat, in der Zeit wie er weg war. Ich finde, dass er um einiges aggressiver spielt, unglaublich volliert. Ich denke, dass Murray, wenn er verletzungsfrei bleibt, bald wieder in die Spitze zurückkehren wird.“

Samstag gegen Chatschanow

Gegen seinen Halbfinal-Gegner Karen Chatschanow hat Thiem eine 1:1-Bilanz. „Die zwei Matches bis jetzt waren ziemlich einseitig. In Bercy für ihn, in Roland Garros für mich. In Roland Garros habe ich auch taktisch gut gespielt. Ich werde schauen, dass ich es ähnlich angehe“, sagte Thiem, der aber gewarnt ist. „Er ist ein Top-Ten-Spieler, spielt wieder sehr gut zum Jahresende hin. Es wird ein schweres Match, aber ich werde schauen, dass ich die Leistungen von den ersten drei Partien fortsetze.“

Im dritten Anlauf in Peking hat Thiem also nach zwei Erstrunden-Niederlagen den „Durchbruch“ zum guten Resultat geschafft. Und er findet überhaupt, dass er ein tolles Jahr hat. „Es ist wahrscheinlich die beste Saison meiner Karriere – von den Punkten her aber auch von den Resultaten. Ich bin auf dem richtigen Weg, und freue mich, was jetzt kommt.“ (APA)

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