Zum Auftakt der China Open trifft Dominic Thiem in Peking auf den Franzosen Richard Gasquet. Für das Saisonfinish fühlt er sich „ready“.

Dominic Thiem hat am Samstag seine Exhibition in Wuhan gegen den Italiener Fabio Fognini mit 6:3, 3:6, 7:10 verloren. Kurz danach erfuhr er seinen nächsten Gegner. Der beim mit 3,666 Mio. Dollar dotierten ATP-500-Turnier in Peking top gesetzte Tennis-Star aus Lichtenwörth trifft zum Auftakt der China Open auf den Franzosen Richard Gasquet. Gegen den 33-jährigen Franzosen hat Thiem eine 0:2-Bilanz stehen.

Zuletzt unterlag er 2017 im Wien-Achtelfinale mit 6:4, 5:7, 1:6. Zwei Jahre davor in Basel mit 6:7, 4:6. Meistert Thiem die erste Hürde, trifft er entweder auf Kyle Edmund (GBR) oder den chinesischen Wildcard-Spieler Zhang Zhizhen. In der chinesischen Hauptstadt mit von der Partie sind u.a. der als Nummer zwei gesetzte Deutsche Alexander Zverev, Stefanos Tsitsipas (GRE-3), Karen Chatschanow (RUS-4) und u.a. auch Ex-Nummer-1 Andy Murray. Der Schotte bekommt es gleich zum Auftakt mit Matteo Berrettini (ITA-8) zu tun.

Thiem ist zum dritten Mal nach 2015 und 2016 in Peking am Start und hat etwas gutzumachen. Bei beiden bisherigen Einsätzen hatte er sich gleich in Runde eins (gegen John Isner/USA und Alexander Zverev/GER) beugen müssen.

Thiem: „Exhibition hat mega Spaß gemacht“

Für Dominic Thiem war der Trip mit einem bis zu 350 km/h schnellen Hochgeschwindigkeits-Zug nach Wuhan die Reise wert. Daran ändert auch die Niederlage in der Exhibition gegen Fognini nichts. „Die Exhibition war nicht hundertprozentig ernsthaft. Aber es hat mega Spaß gemacht. Es waren, schätze ich, 12.000 Leute da“, konstatierte Thiem am Samstag via seinem Manager Herwig Straka.

„Sportlich war es sehr gut und es war auch kulturell wertvoll. Wann sonst würde ich nach Wuhan kommen und mit dem (diesem, Anm.) Zug fahren? Also war es cool, ja.“ Schon in Peking davor und nun in Wuhan habe er gut trainieren können. „Die Anlage da ist echt gut.“

Sonntagfrüh geht es für Thiem dann wieder zurück nach Peking, wo er voraussichtlich am Montag Doppel (mit Fognini) und Dienstag Einzel spielen wird. „Das Turnier ist unglaublich besetzt, es hat keine leichte Auslosung geben können. Gegen Gasquet habe ich eine schlechte Bilanz – 0:2“, wusste Thiem. Vor einem halben, dreiviertel Jahr wäre diese Auslosung noch besser gewesen, meinte der zweifache French-Open-Finalist. „Aber jetzt hat er in Cincinnati erst im Halbfinale verloren und bei den US Open gegen Berrettini ein sehr gutes Match gespielt. Es wird tough. Er hat eine der besten Rückhände auf der Tour. Also schaue ich, dass ich ein bisserl mehr über die Vorhand spiele.“

„Ready“ für Saisonfinish

Für das Saisonfinish mit Peking, Shanghai, Wien, Paris-Bercy und voraussichtlich den ATP Finals in London fühlt sich Thiem „ready“. Thiem schwärmte nochmals von der „sensationellen Woche“ beim Laver Cup. „Die hat mir noch einmal einen richtigen Push gegeben.“ Zudem habe er auch gute Trainingseinheiten hinter sich und sich gute Voraussetzungen geschaffen. „Ich bin bereit für einen super Herbst. Das Einzige ist halt nur, dass alle Turniere, die ich ab jetzt spiele, unglaublich besetzt sind. Dass heißt, selbst wenn ich gut spiele, gibt es bei keinem Turnier Sieg-Garantie oder eine Garantie, dass ich weit komme.“

Die wichtigste Botschaft ist freilich sein körperlicher Zustand und seine Frische für das Finish. „Ich bin körperlich wieder topfit und schaue, dass ich einen sehr guten Abschluss der Saison spiele.“ (APA)

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